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Leserbriefe

Zum Beitrag „Willkommen in Görlitz“, SZ vom 7. November: Es passt nicht zusammen Görlitz vergibt Begrüßungspakete für Zuzügler und der sächsische Wirtschafts- und Verkehrsminister, Sven Morlok, wirbt mit Kuchen an der A72 für „Heimkehrer“ – ich finde das alles irgendwie makaber.

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Zum Beitrag „Willkommen in Görlitz“, SZ vom 7. November:

Es passt nicht

zusammen

Görlitz vergibt Begrüßungspakete für Zuzügler und der sächsische Wirtschafts- und Verkehrsminister, Sven Morlok, wirbt mit Kuchen an der A72 für „Heimkehrer“ – ich finde das alles irgendwie makaber.

Einerseits wirbt man dafür, dass Leute (wieder) hierher kommen, andererseits wird einem in der Agentur für Arbeit schon nach wenigen Monaten Arbeitslosigkeit nahegelegt, über einen Wegzug aus Görlitz nachzudenken. Wie passt das zusammen?

Andreas Zick, 02826 Görlitz

Auf sozialer Ebene fehlen

tragende Angebote

Reicht ein wirtschaftlicher Pakt als Anreiz für Neubürger? Zunächst: Ich finde, es ist eine willkommene Geste, wenn sich Vermieter mit einem Einstiegs-Bonus für Görlitzer Neubürger zu einem Entlastungs-Pakt zusammenschließen. Aber reicht das als Anreiz für eine so weitreichende Entscheidung, eine neue Heimat zu finden, gar für ein Wohlbefinden in unserer Stadt? Auf der sozialen Ebene menschlichen Zusammenwirkens fehlen begleitende und tragende Angebote.

Ich denke da beispielsweise an die Angebote vonseiten unserer gemeinnützigen Vereine wie dem „Aktionskreis für Görlitz“ mit seinen sozial-geprägten Arbeitsinhalten.

Das wäre sicher ein nahe liegender Partner und eine entscheidende Ergänzung in so einem Wohlfühl-Pakt. Und ich frage mich auch: Warum wurde zu diesem Thema nicht auf breiterer Ebene ein Konsens angestrebt und ein komplexeres Angebot erarbeitet, statt gleich mit einer intern entwickelten Idee an die Öffentlichkeit zu gehen?

Für gute Ideen gibt es reichlich Unterstützung in unserer Stadt. Nur muss man sie kennen und mobilisieren. Das kann mühsam sein – gewiss, aber als gemeinsamer Einsatz auch sehr wirkungsvoll und nachhaltig – eben eine runde Sache.

Erika Lüders, 02826 Görlitz

Zum Beitrag „Zehn Handynetze hier, kein Empfang da“, SZ vom 9. November:

Kein Empfang

entlang der Neiße

Der Artikel hat uns sehr gut gefallen. Nur fehlt in der Rundreise des Redakteurs ein ganzer Landstrich. Wir meinen die Orte von Rothenburg entlang der Neiße bis Görlitz. Da ist der Handyempfang (T-Mobile, Vodafone ) gleich null. Dafür gibt es die polnischen Netze ohne Ende. Bei der nächsten Recherche bitte wir, die Hinterwäldler nicht zu vergessen.

Familie Kauder, Neißeaue