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Letzte Etappe beim Straßenbau in der Wichmannsiedlung

Zwei Straßen müssen noch in Ordnung gebracht werden. 2014 soll es so weit sein.

Der Asphalt ist abgefahren, Teerflicken weisen auf eine provisorische Reparatur hin. So sieht es auf der Yorck- und der Scharnhorststraße in der Wichmannsiedlung im Bautzener Süden aus. Doch unter der Asphaltdecke ist es noch schlimmer. Dort liegen marode Wasserkanäle, mit Rissen und vom Wurzelgeflecht durchbohrt.

Dieser Zustand soll nun bald ein Ende haben. Denn die Stadt will die Straßen im kommenden Jahr ausbauen und gleichzeitig die Abwasserleitungen erneuern. „Das sind jetzt die letzten beiden Straßen, die in der Wichmannsiedlung ausgebaut werden müssen“, sagt Stadtsprecher André Wucht. Bereits in den vergangenen vier Jahren wurden die anderen Straßen in der Siedlung saniert. Die Bewohner sind deshalb schon seit längerem Arbeiten vor der eigenen Haustür gewohnt.

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Begonnen werden soll mit der Yorckstraße im April 2014. Im Juli sollen die Arbeiten an ihr fertig sein. Dann fangen die Baubetriebe mit der Scharnhorststraße an, die bis zum Oktober 2014 saniert werden soll. „Beide Straßen werden in dieser Zeit gesperrt“, sagt André Wucht.

Hauptgrund für den Ausbau ist die veraltete Kanalisation. Sie stammt noch aus den 30er-Jahren. Damals wurden die Abwasserleitungen so angelegt, dass es beim Volllaufen der Kanäle zu einer Vermischung von Regen- und Schmutzwasser kommen kann. So landet das dreckige Wasser aus den Haushalten automatisch mit im Albrechtsbach und ein Teil des sauberen Regenwassers in einer Reinigungsanlage. „Auch die Leitungen im Untergrund sind verworren und müssen deshalb dringend neu geordnet werden“, sagt Falko Wendler, Leiter des Hoch- und Tiefbauamtes Bautzen. Deshalb werden bei den Arbeiten auch gleich die Trinkwasseranlagen, Gasleitungen und Medien mit verlegt.

Auch der Asphalt auf der Scharnhorst- und Yorckstraße müsse erneuert werden. An einigen Stellen ist die Fahrbahn zu dünn und damit ist sie nicht mehr sicher vor Frostschäden.

Kein Fußweg mehr nach der Sanierung

Außerdem ist die Yorckstraße im Schnitt nur 3,30 Meter breit. „Der Platz für die Auswechslung aller Leitungen ist dadurch sehr beengt. Außerdem muss jederzeit ein Zugang zu den Grundstücken möglich sein, das könnte kompliziert werden“, sagt Stadtsprecher André Wucht. Nach dem Ausbau soll die Yorckstraße 3,80 Meter und die Scharnhorststraße 4,70 Meter breit werden. Mit den Bauarbeiten wird auch der Fußweg auf der Yorckstraße verschwinden. Danach sei kein Platz mehr für einen neuen Weg und dieser sei durch die Tempo 30 Zone auch nicht nötig, erklärt Falko Wendler. Zudem werden die Entwässerungsrinnen an den beiden Straßen neu angelegt. Die Beleuchtung aus den 70er-Jahren wird auf der Yorckstraße durch eine neue ersetzt. Auf der Scharnhorststraße gibt es bereits moderne Lampen.

Insgesamt kostet der Ausbau beider Straßen 325 500 Euro. Die Anwohner werden an den Baukosten beteiligt.