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Letzte Spuren der Flut sollen verschwinden

Wachau. Badewannenweise Regen und die rasant steigenden Fluten der Kleinen Röder legten vor einem Jahr auch in Leppersdorf den Alltag lahm. Ein Jahr danach sind nun die sichtbaren Spuren der Flut zwar...

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Von Birgit Andert

Wachau. Badewannenweise Regen und die rasant steigenden Fluten der Kleinen Röder legten vor einem Jahr auch in Leppersdorf den Alltag lahm. Ein Jahr danach sind nun die sichtbaren Spuren der Flut zwar weitgehend beseitigt, aber die Brücken über den jetzt wieder friedlichen Fluss müssen noch ersetzt werden. „Unser Ziel war eigentlich ein Baubeginn schon im April“, erklärte Veit Künzelmann, Bauamtsleiter der Gemeinde Wachau, den Räten in ihrer Sitzung am Freitagabend. Die nötigen Gutachten des Umweltfachamts in Bautzen und Straßenbauamts in Meißen hätten die Planung jedoch ins Stocken gebracht, so dass die Bauleistungen erst jetzt vergeben werden konnten.

Nach Prüfung aller vorliegenden Angebote entschieden sich die Gemeinderäte für zwei Firmen. Die Firma Kaule Bau Laußnitz wird für eine Bausumme von 48 012,55 Euro die beiden Fußgängerbrücken Alte Hauptstraße 28/30 und Mühlstraße 15 komplett ersetzen und Gehwege und Schnittgerinne im Ort reparieren. Auch der Ersatzneubau für die Straßenbrücke August-Bebel-Straße (Kosten: 76 493,42 Euro) wird von der Firma Kaule Bau übernommen. Für eine dritte Baumaßnahme, die Straßenbrücke zwischen Lomnitz und Kleindittmannsdorf, wurde die Firma Sutter GmbH aus Radeberg bestimmt, die mit einer Angebotssumme von 77 537,16 Euro den Zuschlag erhielt.

„Wir werden für die Maßnahmen Eigenmittel in Höhe von etwa 7800 Euro brauchen“, sagt Künzelmann. Zwar übernimmt der Freistaat die Bauleistungen zu 100 Prozent, fördert aber die Ingenieurleistungen, die bei Brücken ungefähr 18 Prozent der Gesamtkosten ausmachen, nur zu 14 Prozent. Baubeginn für alle Maßnahmen wird die zweite Septemberwoche sein, die Straßenbrücken sind während der Arbeiten voll gesperrt und werden mit Umleitungen ausgeschildert. „Die Fußgängerbrücken werden hoffentlich vor dem Winter fertig“, äußert Künzelmann einen dringenden Wunsch der Gemeinde, „mit der Bauzeit der anderen Brücken kommen wir sicher in den Winter hinein.“

Mit den komplett ersetzten Brücken werden im Frühjahr nächsten Jahres dann auch die letzten Spuren der Flut verschwunden sein. Insgesamt hat die Gemeinde dann 30 000 Euro Eigenmittel für die Schäden aufbringen müssen. „Schulausbau, Leppersdorfer Teich, die Kleine Röder und nun noch die zwei Fußweg- und zwei großen Brücken“, auch der Bauamtsleiter wird froh sein, wenn seine Hochwasser-Liste in einigen Monaten endlich vollständig abgehakt ist.