merken
PLUS Dippoldiswalde

Letzter Hochwasserschaden beseitigt

Mehr als eine Million Euro wurden ausgegeben, damit der Schlottwitzgrundbach in Schlottwitz saniert wird.

Ähnlich wie hier zu sehen, wurde das Bachbett erneuert und befestigt.
Ähnlich wie hier zu sehen, wurde das Bachbett erneuert und befestigt. © Symbolbild: SZ

Die Stadt Glashütte hat einen weiteren Hochwasserschaden von 2013 beseitigt. Wie das Bauamt informiert, konnten die Arbeiten am Schlottwitzgrundbach abgeschlossen werden. Dieser entspringt im Waldgebiet an der Märchenwiese, fließt entlang der Straße von Hausdorf kommend nach Schlottwitz, mündet auf Höhe des Bahnhaltepunktes Niederschlottwitz in die Müglitz und führte beim Hochwasser 2013 sehr viel Wasser. Dieses flutete Grundstücke und zerstörte das Bachbett.

Bereits 2013 hatte Glashütte ein Ingenieurbüro beauftragt, die Schwachstellen dieses Baches herauszufinden, um diesen nachhaltig zu sanieren, damit die Schäden bei einem neuen Hochwasser deutlich geringer ausfallen. 2017 begann die Sanierung des oberen Abschnitts. Dazu wurde oberhalb von Schlottwitz ein Geschiebe- und Treibgutfang errichtet. Zudem wurden das Bachbett erweitert und die vorhandenen Brücken und Stege durch Neubauten ersetzt. „Lediglich ein Grundstückseigentümer konnte nicht zum Umbau seiner Brücke bewegt werden, sodass für manche Unterlieger nach wie vor ein gewisses Restrisiko hinsichtlich einer Überflutung besteht“, so das Bauamt.

Anzeige
So natürlich ist unser Trinkwasser
So natürlich ist unser Trinkwasser

Trinkwasser aus der Leitung muss chemisch gereinigt werden, Mineralwasser hingegen stammt aus einer geschützten Quelle. Doch welches ist besser?

Nicht wiederzuerkennen ist der Abschnitt zwischen der Müglitztalstraße und der Mündung in die Müglitz, sagt Bauamtsleiter Mario Wolf. Auch hier wurde das Bachbett verbreitert. Die Abflussmöglichkeit des Baches habe sich deutlich verbessert, so Wolf. Letztlich konnte die Leistungsfähigkeit des Bahndurchlasses so weit gesteigert werden, dass ein Hochwasser, wie es statistisch aller 50 Jahre auftritt, schadlos abgeführt werden kann.

Die Bachsanierung wurde in drei Bauabschnitten ausgeführt. Beim zweiten, der im Jahr 2018 realisiert wurde, arbeitete die Stadt mit dem Wasserversorger Weißeritzgruppe, dem Landkreis und dem Eigenbetrieb Abwasserentsorgung zusammen. Damit konnten verschiedene Einzelmaßnahmen gebündelt werden, erklärt Bürgermeister Markus Dreßler. Die notwendige Sperrung der Kreisstraße konnte so auf ein Minimum reduziert werden.

Die Sanierung des Schlottwitzgrundbaches wird rund 1,1 Million Euro kosten und zu 100 Prozent vom Bund und vom Land finanziert. Bürgermeister Dreßler zeigt sich zufrieden. Die Stadt habe auch hier die Chance der nachhaltigen Hochwasserschadensbeseitigung genutzt. Der Bach wurde grundhaft saniert. Mit dem Abschluss der Schlottwitzgrundbach-Sanierung wurde die Hochwasserschadensbeseitigung in Schlottwitz beendet.

Mehr zum Thema Dippoldiswalde