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Radebeul

Liebe auf den ersten Schlag

Mit einem Familientag feiert der 1. Tennisclub Weinböhla 1994 am Samstag sein 25-Jähriges.

Das jüngste Mitglied ist erst wenige Monate alt, das älteste schon 82 Jahre.
Das jüngste Mitglied ist erst wenige Monate alt, das älteste schon 82 Jahre. © TC Weinböhla

Von Sylvia Redlich

Weinböhla. Seit auf der Anlage an der Spitzgrundstraße im Mai die Saison begonnen hat, stehen in der Familie von Richard von Koslowski regelmäßig drei Generationen auf oder neben dem Platz: Eltern und Schwiegereltern, Lebensgefährtin Kathi Siewert und die beiden Töchter.

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Die schöne Zeit des Jahres ist endlich da!
Die schöne Zeit des Jahres ist endlich da!

Die Sonne lacht und die Natur zeigt sich allmählich in ihrer vollen Pracht. Wer verbringt da nicht gern seine Freizeit im blühenden, duftenden Garten?

Während die knapp dreijährige Florentine schon den Tennisschläger schwingt, bekommt die erst wenige Wochen alte Leonora vom Wettkampf- und Trainingsgeschehen kaum etwas mit. Meistens schläft das jüngste Vereinsmitglied in seiner Babyschale.

„Bei mir hat als Zwölfjähriger alles begonnen. Das erste Schnuppertraining absolvierte ich noch auf den Plätzen des ehemaligen Waldhotels“, erinnert sich der 37-Jährige. „Meine Mutti nahm mich damals einfach mal mit, und es muss Liebe auf den ersten Schlag gewesen sein.“

Familiär geht es auch am 22. Juni zu, wenn die Mitglieder ab 11 Uhr das 25. Vereinsjubiläum feiern – mit Showkampf und Jedermann-Turnier sowie Hüpfburg und Spielen für Kinder. „Wir freuen uns über zahlreiche Besucher. Vielleicht können wir den einen oder anderen mit unserer Begeisterung für diesen Sport anstecken“ sagt der 1. Vorsitzende des TC Weinböhla, Fritz Liebschner.

Die Vereinsgeschichte nahm mit dem Bau von drei Tennisplätzen ihren Anfang. Am 11. August 1995 wurde die Anlage feierlich eröffnet. Schnell stieg die Mitgliederzahl von 22 auf über 100. Inzwischen hat sie sich bei um die 130 eingepegelt. Auch mithilfe der Mitglieder ließ sich der Kauf des Geländes stemmen.

Wegen der stetig wachsenden Zahl an Tennisspielern diskutierte der Vorstand schon Mitte der 2000er-Jahre über eine Erweiterung der Anlage und entschied sich schließlich für zwei neue Allwetterplätze. Im Herbst 2014 waren sie fertig. Damit ist es möglich, die kleine gelbe Filzkugel das ganze Jahr über auf Sand zu schlagen. Vor zwei Jahren kam eine moderne Flutlichtanlage hinzu.

Sportwart Richard von Koslowski beim Punktspiel.
Sportwart Richard von Koslowski beim Punktspiel. © TC Weinböhla

Die zwei Mannschaften von einst mauserten sich inzwischen zu neun. Richard von Koslowskis Weg führte über die U18 zu den 1. Herren, die gerade die zehnte Saison in der Bezirksliga bestritten haben. 

Ein wichtiger Baustein für den sportlichen Erfolg ist das regelmäßige Training. Mehreren Mitgliedern ermöglichte der Verein eine Trainerausbildung. Der junge Familienvater schloss sie 2000 ab. Zuvor hatte er schon das Jugendtraining übernommen und war als 17-Jähriger mit in den Vorstand gewählt worden. Heute gehört er dem Gremium als Sportwart an.

Vor vier Jahren begann die Zusammenarbeit mit der Tennisschule Ballplanet. In der aktuellen Sommersaison trainiert sie 53 Vereinsmitglieder regelmäßig einzeln oder in der Gruppe. „Unsere neun lizenzierten Trainer betreuen neben den Freizeitspielern einmal pro Woche auch die Mannschaften Damen, Damen 50, Herren und Herren 60 bei den Erwachsenen sowie die Nachwuchsteams U12 und U14“, so der Leiter der Tennisschule, Mario Müller.

In den Sommerferien bietet sie zwei einwöchige Trainingscamps für Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene an. Während der Wintersaison können die Sportler im Tennis- und Sportcenter Weinböhla Schlagtechnik und Spieltaktik verbessern.

www.www.tc-weinboehla.de

www.ballplanet.info