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Es ist wieder Kartoffelzeit

In Liebenau und Reinholdshain wird eine beliebte Tradition fortgeführt. Hier können die Knollen wieder selbst gesammelt werden.

In Liebenau und Reinholdshain wird auch in diesem Jahr wieder zum Kartoffellesen eingeladen.
In Liebenau und Reinholdshain wird auch in diesem Jahr wieder zum Kartoffellesen eingeladen. © Andreas Weihs

In der Agrargenossenschaft Reinholdshain häuften sich in jüngster Zeit wieder Anfragen. "Die Leute wollen wissen, ob sie wieder Kartoffeln lesen können", sagt Vorstandschef Klaus Köhler. Es freut ihn, dass das Interesse nach diesem Angebot immer noch da ist. Und er hat eine gute Nachricht, für all jene, die ihre Kartoffeln gern selbst vom Acker holen wollen. Er und sein Team haben vorgesorgt. 

Es gibt wieder Knollen, wieder von den Sorten Laura und Quarta. Angebaut wurden sie auf einem etwa drei Hektar großen Acker der Genossenschaft. Inzwischen wurde schon mal eine Proberodung vorgenommen. "Die Kartoffeln sind gut geworden", sagt er. Deshalb kann er zum Kartoffellesen einladen. Das findet in diesem Jahr am 17. und 18. September auf einem Feld in Oberhäslich statt. Auch seine Kollegen in Liebenau haben Kartoffeln angebaut. Fast parallel laden auch sie zum Selberlesen ein. "Bei uns geht es am 18. September um 8 Uhr los", sagt der Chef der Pflanzenproduktion, Raik Bellmann, der die Sorte Laura auf einen 2,7 Hektar großen Acker in Liebenau angebaut hat. Sollte danach noch etwas übrig sein, könne auch am Tag danach gelesen werden. Allerdings sollte sich Interessenten vorher in seiner Firma danach erkundigen.

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Das Kartoffellesen im Osterzgebirge hat Tradition. Viele Bewohner decken sich mit den Knollen ein. Während die Nachfrage in Reinholdshain in den letzten Jahren relativ stabil geblieben ist, gab es in Liebenau einen leichten Rückgang. Man merke, dass viele aufgehört haben, Tiere zu halten, sagt Pflanzenbauchef Bellmann. Der Bedarf sei geringer geworden. Deshalb habe man in diesem Jahr die Fläche verkleinert. Er hofft, dass alle Kartoffeln vom Feld gesammelt werden und seine Mitarbeiter nicht noch nachsammeln müssen. "Vielleicht sorgt die Corona-Pandemie dafür, dass die Nachfrage in diesem Jahr stärker ist", so Bellmann.

  • Kartoffellesen in Oberhäslich an der Fiebigstraße, 17. September ab 13 Uhr und am 18. September 8 bis 18 Uhr
  • Kartoffellesen in Liebenau, 18. September ab 8 Uhr, der Acker befindet sich hinter der Bowlingbahn in Liebenau (er ist ausgeschildert)
  • Der Preis in Liebenau und Oberhäslich: 25 Kilogramm Kartoffeln werden für 7,50 Euro verkauft.

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