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LIGA-Stheniker

Sagen Sie nicht, es ist schon wieder Sonnabend, und Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Pirna führt die Tabelle der Finanzschwachen souverän an, gefolgt von Heidenau und Neustadt. Am Tabellenende, abgeschlagen, Dohna, Rathmannsdorf und Porschdorf.

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Sagen Sie nicht, es ist schon wieder Sonnabend, und Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Pirna führt die Tabelle der Finanzschwachen souverän an, gefolgt von Heidenau und Neustadt. Am Tabellenende, abgeschlagen, Dohna, Rathmannsdorf und Porschdorf. Hier droht der Abstieg aus der Sorgenliga in die Handlungsfähigkeit. Wo viel gehobelt wird, da fallen auch viele Späne. Pirna hat natürlich viel größere Belastungen als Dohna, aber Statistik ist halt Statistik. Und wenn auf jeden Pirnaer ein Schuldenkopfgeld von 6 126 Euro ausgesetzt ist, ja aber hallo, da müssen Lösungen und Losungen her. Eine der Losungen könnte heißen: „Parkt falsch!“. Bei durchschnittlich 15 Euro müsste jeder der etwa 41 000 Pirnaer 408,4 Mal falsch parken. Zudem, glaube ich, müssten Kettenraucher mit dem goldenen Bronchialabzeichen geehrt werden. Auch sollte das 60-Liter-Auto entwickelt werden. Überlegen Sie mal, was passiert, wenn alle Deutschen einen Monat lang nicht rauchen und tanken. Die BRD wäre total pleite. Da selbst Berlin am Tropf hängt, könnte doch, wie im Chiemgau, eine lokale Währung im Wert von 10 Euro, genannt „Der Pirnaer“, für etwas Aufschwung sorgen (Titelseite der SZ vom Donnerstag). Gut, mit dem „Pirnaer“ würden Schulden nicht direkt zurückgefahren, aber eventuell mehr Konsum geweckt werden. Aber zunächst gilt: Zweckoptimismus tut gut. Keine Knete und trotzdem, oder deswegen, in den Top-Ten. Ja, da müssen wir wohl Abstriche machen – sagt der Arzt. So wie in Dohna. Die steigen ab aus der Liga und erhöhen noch die Diäten. Wir spielen um den Kreispokal, die goldene Zitrone, tragen Stadtkassen zu Grabe und Eulen nach Berlin. Nur gut, dass es noch ’ne Bundesliga gibt.