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Freital

Limbach bekommt eine Heimatstube

Für mehr als 100 000 Euro wurde das Obergeschoss der alten Schule saniert. Es ist jetzt für jeden zugänglich.

Dieter Kriegelstein (li.) und André Börner stehen in der oberen Etage des Dorfgemeinschaftshauses Limbach. Diese wurde saniert und ist nun barrierefrei zu erreichen.
Dieter Kriegelstein (li.) und André Börner stehen in der oberen Etage des Dorfgemeinschaftshauses Limbach. Diese wurde saniert und ist nun barrierefrei zu erreichen. © Karl-Ludwig Oberthür

Die Umgestaltung der alten Limbacher Schule zu einem Dorfgemeinschaftshaus ist abgeschlossen. Nachdem das Erdgeschoss bereits 1998 hergerichtet worden war, wurde nun in den vergangenen Monaten das Obergeschoss saniert. In mehreren Räumen wurden die historischen Holzfußböden aufgearbeitet, gleiches gilt für alle Türen. Damit auch Gehbehinderte das Geschoss nutzen können, wurden zwei Treppenlifte eingebaut. Obwohl die Arbeiten fünf Monate länger als geplant gedauert haben, ist Baumamtsleiter André Börner sehr zufrieden mit der Ausführung. Die geplanten Kosten von rund 105 000 Euro konnten fast eingehalten werden, so Börner.

Am kommenden Montag wird die Stadt das Obergeschoss an die Limbacher übergeben. Ortsvorsteher Dieter Kriegelstein zeigte sich schon vorab begeistert. „Der Ortschaftsrat Limbach/Birkenhain dankt der Stadt Wilsdruff“, sagt er. Die Räume, die einst zu einer Schulleiterwohnung gehörten und seit über 20 Jahren leer standen, sollen unterschiedlich genutzt werden. In den vier kleinen Räumen mit den historischen Holzfußböden soll eine Heimatstube entstehen. Dazu wurden die Räume so hergerichtet, dass ein Rundgang möglich sein wird. Gestaltet werden die Räume vom Kulturpflegeverein. Der Verein hat schon einige Ausstattungsgegenstände und historische Aufnahmen aus beiden Ortsteilen gesammelt, die gegenwärtig an anderer Stelle eingelagert sind, so der Ortschef. In den nächsten Jahren dürfte die Sammlung anwachsen. „In den Räumen sollen sich unsere Einwohner über die Geschichte unserer Orte informieren“, sagt Kriegelstein. Auch für die anderen drei Räume des Obergeschosses sei eine Nutzung vorgesehen. Dort entstehen eine kleine Küche, ein Lagerraum und ein Besprechungsraum.

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Im Zuge der Sanierung des Obergeschosses wurden auch im Erdgeschoss Arbeiten ausgeführt. Die Räume wurden gemalert, außerdem wurde der Fußboden erneuert. Kriegelstein ist zufrieden. Am Rand des Dorfes ist eine moderne Begegnungsstätte entstanden, bei der nicht nur die alte Schule, sondern auch die benachbarte Scheune zu einem Hingucker geworden ist. Das Fachwerkgebäude wurde bereits 2010/2011 unter Denkmalschutzauflagen saniert und zu einem Lager für die Vereine des Ortes umgebaut. Nach dem Abschluss der Arbeiten in Limbach wendet sich das Bauamt nun der alten Grumbacher Schule zu. Dieses Vereinsgebäude soll auch einen barrierefreien Zugang bekommen. „Mit den Arbeiten wollen wir nach den Kommunalwahlen beginnen“, so Börner.

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