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Linke stellt Antrag zu Krankenhaus

Die Kamenzer Stadtratsfraktion sorgt sich um die Zukunft der Einrichtung – und fordert die Stadt zum Handeln auf.

Das Malteser-Krankenhaus beschäftigt weiter den Kamenzer Stadtrat.
Das Malteser-Krankenhaus beschäftigt weiter den Kamenzer Stadtrat. © Matthias Schumann

Kamenz. Mit einem Antrag zum Kamenzer Malteser Krankenhaus wird sich der Stadtrat in der kommenden Woche befassen. Die Fraktion Die Linke will diesen Antrag einbringen. Hintergrund ist der geplante Verkauf durch den Eigentümer. Darin „fordern wir die Stadtverwaltung der Stadt Kamenz auf, sowohl materielle als auch immaterielle Möglichkeiten zu prüfen, die den Erhalt des Krankenhauses am Standort Kamenz sichern“, schreibt Fraktionsvize Alex Theile.

Die Linken-Fraktion sieht die Zukunft des Krankenhauses Kamenz durchaus nicht so sicher, ist der Begründung zum Antrag zu entnehmen. Hieran würden auch Aussagen des neuen Geschäftsführers des Krankenhauses in einem Interview nichts ändern, heißt es. Dort hatte er unter anderem gesagt, der langfristige Bestand der Einrichtung stehe im Vordergrund und das Krankenhaus sei gut aufgestellt. Offen sei für die Linke, ob sich die positive Situation des Krankenhauses „auf die gesamte Einrichtung oder nur auf einzelnen (auslagerbare) Bereiche erstreckt“, heißt weiter in der Begründung zum Antrag.

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Die Fraktion sorgt sich um die wohnortnahe Gesundheitsversorgung, insbesondere die notärztliche, Geburtshilfe- und weitere fachärztliche Betreuung in der Stadt Kamenz und in deren Umland: „Nicht nur wegen der Altersstruktur der Bürgerschaft in der Kommune ist eine ortsnahe Gesundheitsversorgung absolut notwendig. Das Krankenhaus Kamenz ist ob seiner fachlichen Expertise weit über die sächsischen Landesgrenzen bekannt und wird entsprechend als Klink geschätzt“, heißt es. Ein möglicher Verlust des Standortes Kamenz hätte gravierende Folgen für die Bevölkerung. Die Bürger von Kamenz und des Umlandes müssten zum Teil erheblich längere Fahrtwege in Kauf nehmen. Darüber hinaus sei das Krankenhaus einer der größten Arbeitgeber in der Kommune. Der Stadtrat soll sich am 11. Dezember, um 17 Uhr damit befassen. (SZ/ha)

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