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Linke unterstützt grüne Landratskandidatin

Damit haben sich drei Parteien auf eine gemeinsame Bewerberin geeinigt.

Kann sich beim Wahlkampf auf die Unterstützung von drei Parteien verlassen. Elke Siebert (Grüne) möchte sich am 11. Oktober gegen zwei Männer aus CDU und AfD als Meißner Landrätin durchsetzen.
Kann sich beim Wahlkampf auf die Unterstützung von drei Parteien verlassen. Elke Siebert (Grüne) möchte sich am 11. Oktober gegen zwei Männer aus CDU und AfD als Meißner Landrätin durchsetzen. © Arvid Müller

Meißen. Nach der SPD im Kreis hat nun auch der Kreisvorstand der Linken beschlossen, mit Elke Siebert die Landratskandidatin der Bündnisgrünen unterstützen zu wollen. Vorangegangen war die Erklärung der sächsischen Landtagsabgeordneten Anna Gorskih, dass sie in Elke Siebert eine fähige und erfahrene Kandidatin sehe, mit der auch viele Forderungen der Linken umzusetzen wären. 

Anna Gorskih zog ihre Kandidaturbereitschaft laut einer Pressemitteilung der  Partei zurück und konzentriert sich auf ihre Tätigkeit im Sächsischen Landtag. "Ich werde aber den gemeinsamen Wahlkampf der drei Parteien weiterhin aktiv als Wahlkämpferin unterstützen, damit wir zusammen ein starkes Zeichen für einen sozialen, gerechten und ökologischen Landkreis Meißen setzen", so Gorskih weiter. Der Kreisvorstand knüpft die Unterstützung an sechs Punkte in einem vom Vorstand beschlossenen Forderungskatalog an, die die politischen Ziele der Linken im Kreis Meißen im Hinblick auf die künftige Tätigkeit der Landrätin verdeutlichen sollen. 

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Einen ersten Eindruck der neu eingeschlagenen Richtung konnten die Bürgerinnen und Bürger bereits bei den Debattendienstagen im Juni gewinnen. "Die politischen Schnittmengen unserer drei Mittelinks-Parteien hier im Kreis Meißen begünstigen die gemeinsame Kandidatur", sagt Erik Christopher Richter, Kreisvorsitzender der Partei Die Linke Meißen. "Zusammen mit Elke Siebert werden wir den Bürgerinnen und Bürgern unseres Landkreises zeigen, welche Vorteile frischer Wind im Landratsamt mit sich bringt. Es ist Zeit, neue Wege zu gehen", so Richter weiter.

Elke Siebert tritt gegen zwei Männer an

Nötig wird der Urnengang im Kreis Meißen, da Landrat Arndt Steinbach (CDU) sein Amt Ende August aufgibt und als Chef einer kommunalen Versicherung nach Berlin geht. Bis zur Neuwahl wird die 1. Beigeordnete Janet Putz (CDU) das Landratsamt führen.

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Als erster Kandidat für die Wahl steht seit Ende Juni der parteilose Zeithainer Bürgermeister Ralf Hänsel fest. Er konnte sich gegen den früheren Großenhainer CDU-Landtagsabgeordneten Sebastian Fischer durchsetzen. Mit 44 von 80 gültigen Stimmen wurde am 11. Juli zudem der Meißner Landtagsabgeordnete Thomas Kirste als Kandidat der AfD für die Landratswahl am 11. Oktober aufgestellt. Im zweiten Wahlgang gewann er gegen die Leipziger Pianistin Olga Gollej, gebürtig in Kasachstan. Im ersten Wahlgang war bereits die Meißnerin Kirsten Wodniok ausgeschieden. (SZ/pa)

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