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Linksextremisten bedrohen Stadtrat

Dass sich Thoralf Koß offen gegen den Auftritt einer linken Punkband ausgesprochen hat, kommt ihm teuer zu stehen.

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Shitstorm nennt man auf Neudeutsch das, was über Grünen-Stadtrat Thoralf Koß derzeit hereinbricht. Mehr als 200 Kommentare aus ganz Deutschland gibt es bereits auf dessen Facebook-Seite, nachdem sich Koß gegen einen Auftritt der Punkband „Feine Sahne Fischfilet“ während des Stadtfestes ausgesprochen hatte (SZ berichtete). Ein Großteil der Kommentatoren wirft ihm dabei vor, sich von der NPD vor den Karren spannen zu lassen – und das in teils drastischer Wortwahl. Flankiert werden diese Einträge von Pressemitteilungen der Grünen Jugend. Die fordert eine Rücknahme des von Oberbürgermeisterin Gerti Töpfer (CDU) verhängten Auftrittsverbotes und eine öffentliche Entschuldigung bei der Band. „Dass Engagement gegen Rechts ausgerechnet von einem Grünen-Stadtrat mit dem Etikett des Linksextremismus herab gesetzt wird, ist für uns unfassbar“, so Sebastian Walter, Sprecher der Grünen Jugend Sachsen. Thoralf Koß zeigte sich im SZ-Gespräch aufgrund dieser Ereignisse fassungslos.

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