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Linkspartei fordert Schwimmunterricht

Der Landtagsabgeordnete Mirko Schultze will sich nicht damit abfinden, dass es nach coronabedingten Ausfällen keinen Ersatz gibt.

Ein Junge erlernt in einem Kurs vom SV Lok Görlitz das Schwimmen im Görlitzer Neißebad.
Ein Junge erlernt in einem Kurs vom SV Lok Görlitz das Schwimmen im Görlitzer Neißebad. © Nikolai Schmidt

Der aufgrund der Corona-Krise im zweiten Halbjahr ausgefallene Schulschwimmunterricht wird nicht nachgeholt. Das ist die Botschaft eines Textes von sächsische.de und SZ. 

Der Vorsitzende der Kreistagsfraktion der Linkspartei und Görlitzer Landtagsabgeordnete Mirko Schultze sieht das kritisch: „Es kann nicht sein, dass der notwendige Schwimmunterricht ersatzlos wegfällt.“ Natürlich gebe es Möglichkeiten, wie Kinder dennoch das Schwimmen erlernen. „Aber die knapp 80 Euro muss man sich erst einmal leisten können“, sagt Schultze. Gerade für viele Eltern mit nur geringem Einkommen sei das auf jeden Fall kein Pappenstiel.

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Landkreis und Zweckverband sollen handeln

Deshalb müssten Landkreis und Zweckverband jetzt handeln und Lösungen finden, wie der ausgefallene Unterricht für die Kinder ausgeglichen werden kann, ohne die Eltern dabei mehr zu belasten. „Schwimmen lernen rettet Leben und der Wegfall des Unterrichts darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden“, sagt der Landtagsabgeordnete. Um sich über das Thema weiter zu informieren, will sich Mirko Schultze in den nächsten Tagen mit den Görlitzer Sportvereinen, die Schwimmkurse anbieten, und der Leitung des Schulschwimmzentrums treffen.

„Gerade das Problem, dass das Neißebad für außerschulische Schwimmkurse zu klein ist, hat uns aufhorchen lassen“, sagt er. In der aktuellen Debatte um das Helenenbad zeige sich nun umso deutlicher, dass Görlitz Bedarf an einem Freibad mit Schwimmbecken hat. „Das könnte zumindest in den warmen Jahreszeiten das Neißebad weiter entlasten,“ so Schultze weiter. Die anderen Parteien haben bisher nicht auf den SZ-Beitrag reagiert.

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