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Wahnsinn! Dynamo gewinnt das Abstiegsendspiel

Das Tor von Makienok kurz vor Schluss bringt den Dresdnern einen 3:2-Sieg in Wiesbaden. Danach hatte es lange nicht ausgesehen. Der Liveticker zum Nachlesen.

Es ist geschafft! Simon Makienok (3. v. l.) hat mit seinem Tor zum 3:2 für Dynamos Sieg in Wiesbaden gesorgt. Die Dresdner können im Kampf um den Klassenerhalt in der zweiten Liga wieder hoffen.
Es ist geschafft! Simon Makienok (3. v. l.) hat mit seinem Tor zum 3:2 für Dynamos Sieg in Wiesbaden gesorgt. Die Dresdner können im Kampf um den Klassenerhalt in der zweiten Liga wieder hoffen. © dpa/Pool/Ronald Wittek

Die erste Analyse zum Dynamo-Spiel sowie die Stimmen der Trainer lesen Sie in Kürze hier bei sächsische.de.

Einmal kurz durchatmen. Die Hoffnung lebt, aber Dynamo ist nichts für schwache Nerven, dieser Abstiegskampf in der 2. Fußball-Bundesliga sowieso nicht. Nach dem eher glücklichen 3:2-Sieg in Wiesbaden sind die Chancen für die Dresdner wieder absolut intakt.

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Zum Vorletzten beträgt der Rückstand nach diesem direkten Duell nur einen Punkt, bei noch zwei Nachholspielen. Wichtiger: Auf Karlsruhe und damit den Relegationsrang sind es derzeit nur drei, die Badener spielen am Sonntag in Aue. Nürnberg hat bei Spitzenreiter Bielefeld zwar 1:1 gespielt, liegt aber auf dem ersten Nichtabstiegsplatz auch nur sechs Zähler vor Dynamo.

Schlusspfiff. Aus. Aus. Aus. Das Spiel ist aus. Und Dynamo hat es tatsächlich gewonnen, setzt sich im Abstiegsendspiel gegen Wiesbaden mit 3:2 durch. 

94. Minute: Schmidt sieht Gelb-Rot für Ballwegschlagen. Der Stürmer fehlt am Dienstag im Geisterheimspiel gegen Greuther Fürth.

92. Minute: Vor dem Tor hatte Schmidt eine Flanke verlängert, Makienok sich dann im Zweikampf gegen Franke behauptet.

Vier Minuten Nachspielzeit. Dramatik pur.

89. Minute: Makienok setzt den Körper ein - und trifft zum 3:2. Wahnsinn! Wenige Minuten vor Schluss führt plötzlich Dynamo.

85. Minute: Ein harmloser Kopfball von Simon Makienok - mehr war bisher nicht. Kommt da noch was von Dynamo?

78. Minute: Und gleich noch mal. Broll pariert mit sensationellem Reflex gegen Khyere. Von Dynamo kommt nach vorn zu wenig. 

76. Minute: Riesenchance für Wiesbaden. Aigner setzt sich auf rechts durch, bringt die Flanke, aber Dittgen scheitert aus Nahdistanz an Dynamo-Keeper Broll. Glanztat.

73. Minute: Was macht Kauczinski? Die bisherigen Wechsel waren positionsgetreu. Erhöht der Trainer noch das Risiko und bringt einen weiteren Stürmer? Alexander Jeremejeff hatte im Hinspiel das Siegtor erzielt.

70. Minute: Foul von Chato an Löwe, Freistoß aus gut 20 Metern für Dynamo.  Schmidt versucht es direkt, aber deutlich drüber. Direkt danach verlässt Donyoh nach ordentlichem Spiel den Platz, Marco Terrazzino ist drin.

64. Minute: Erster Wechsel bei Dynamo - Müller kommt für Klingenburg.

61. Minute. Beide Teams haben nun das Spektakel erst einmal eingestellt, bekämpfen sich im Mittelfeld. Die erste Chance nach dem Wechsel hat Wiesbaden, aber Ehlers ist nach Schäfflers Traumpass mit der Grätsche vor Schwede am Ball und klärt zur Ecke. Die wird geklärt.

53. Minute: Noch nichts passiert, aber Wiesbaden macht weiter den stabileren Eindruck, attackiert Dynamo früh. Die Dresdner können sich nicht freispielen.

Dynamos Reservebank: Torwart Boss, Kreuzer, Terrazzino, Jeremejeff, Müller, Horvath, Hamalainen, Königsdörffer und Kulke.

Anpfiff zur zweiten Halbzeit. Dynamo beginnt unverändert.

Gleich geht´s weiter: Nach dem Ausgleich war Dynamo extrem verunsichert, Wiesbaden hätte das Spiel schon für sich entscheiden können. Doch mit dem Treffer zum 2:2 durch Schmidt ist für die Dresdner wieder alles drin. 

Pause. Dynamo muss sich sammeln. Das Tor kurz vor dem Halbzeitpfiff sollte die Nerven ein wenig beruhigen. In etwa einer Viertelstunde geht es weiter - und der Kampf um den wichtigen Sieg im Abstiegskampf quasi von vorne los.

Unhaltbar! Patrick Schmidt trifft mit seinem Kopfball gegen Wiesbadens Torhüter Heinz Lindner kurz vor der Pause zum 2:2.
Unhaltbar! Patrick Schmidt trifft mit seinem Kopfball gegen Wiesbadens Torhüter Heinz Lindner kurz vor der Pause zum 2:2. © epa/Pool

44. Minute: Das ist ein Ding - völlig überraschend trifft Patrick Schmidt für Dynamo. Nach der Flanke von Chris Löwe ist der Angreifer per Kopf zur Stelle. Plötzlich ist wieder alles drin. Verrücktes Spiel.

41. Minute: Der Auftritt von Dynamo erinnert jetzt fatal an die Leistung in Hannover. Die Dresdner bekommen keinen Zugriff, gewinnen kaum einen Zweikampf, verlieren zu einfach den Ball und kommen kaum mal über die Mittellinie. Wiesbaden kommt zu Chancen: Nach dem nächsten Abwehrfehler, diesmal von Ballas, trifft Mockenhaupt die Latte. Bitteres Zwischenfazit: So spielt ein Absteiger. 

34. Minute: Dynamo steht erheblich unter Druck, Wiesbaden hatte noch zwei gute Chancen, die Führung auszubauen durch Kyereh direkt nach dem 2:1 und Schäffler, der erneut zum Kopfball kommt - knapp vorbei. Dynamo findet offensiv schon lange nicht mehr statt. Das kann so nicht gut gehen.

25. Minute: Was ist denn hier los?! Dynamo plötzlich von allen guten Geistern verlassen. Der nächste Abwehrfehler führt zum 2:1 durch Kuhn. Torwart Kevin Broll hatte die Flanke zuvor in die Mitte abgewehrt. Dynamo droht, auseinander zu fallen.

Hier jubeln die Dresdner über das 1:0, danach waren sie von der Rolle und lagen mit 1:2 zurück. Doch kurz vor der Pause trifft Patrick Schmidt zum Ausgleich.
Hier jubeln die Dresdner über das 1:0, danach waren sie von der Rolle und lagen mit 1:2 zurück. Doch kurz vor der Pause trifft Patrick Schmidt zum Ausgleich. © epa/Pool

23. Minute: Das gibt es doch nicht! Ehlers verstolpert den Ball am eigenen Strafraum, Kyereh trifft zum Ausgleich. Schon zuvor wäre es fast schiefgegangen. Ballas springt unter der Flanke durch, aber auch Wiesbadens Stürmer Aigner verpasst. 

21. Minute: Die Dresdner ziehen sich etwas zurück, Wiesbaden wird stärker. Bisher aber keine echte Torgefahr. 

15. Minute: Dynamo hat die Partie derzeit im Griff, die erste Ecke für Wiesbaden wird geklärt.

Der Wiesbadener Manuel Schäffler (l.) im Kopfballduell mit Dynamos Abwehrtalent Kevin Ehlers. nach der Führung wackelt jedoch Dynamos Defensive.
Der Wiesbadener Manuel Schäffler (l.) im Kopfballduell mit Dynamos Abwehrtalent Kevin Ehlers. nach der Führung wackelt jedoch Dynamos Defensive. © epa/Pool

9. Minute: Den Schuss von Nikolaou konnte ein Verteidiger noch blocken, doich nach der Flanke von Donyoh springt der Ball vom Wiesbadener Franke ins eigene Tor. Die schnelle Führung für Dynamo. Durchaus bereits verdient.

7. Minute: Dynamo beginnt offensiv, hatte aber bisher noch keinen Abschluss.

13.00 Uhr: Der Ball rollt. Die schlechteste Heim- gegen die schwächste Auswärtsmannschaft. Wiesbaden hat zu Hause nur dreimal gewonnen, Dynamo auswärts erst einen Sieg verbucht beim 2:1 in Regensburg.

12.47 Uhr: Dynamo hat sich warm gemacht für einen heißen Kampf. Kauczinski über den Gegner: "Ein starkes Kollektiv, schnell im Umschaltspiel, hat mit Schäffler (führt mit 18 Treffern die Torjägerliste der zweiten Liga an/d. Red.) einen Top-Torjäger. Das wird ein hartes Stück Arbeit."

Dynamo-Trainer Markus Kauczinski (l.) kurz vor der Partie mit Mundschutz im Gespräch mit Wiesbadens Sportdirektor Christian Hock.
Dynamo-Trainer Markus Kauczinski (l.) kurz vor der Partie mit Mundschutz im Gespräch mit Wiesbadens Sportdirektor Christian Hock. © epa/Pool

12.35 Uhr: Markus Kauczinski spricht im Interview mit Sky. "Wir wissen um die Bedeutung des Spiels. Wir haben zwar noch ein paar in der Hinterhand, trotzdem stehen wir unter Druck", sagt Dynamos Cheftrainer - und kündigt nach der Niederlage in Hannover an: "Wir werden anders auftreten!"

12.30 Uhr: Ehlers war der Lichtblick beim 0:3 in Hannover, auch wenn die Gastgeber Dynamo nach der Pause weniger unter Druck gesetzt hatten. Noch-Sportgeschäftsführer Ralf Minge über das 19 Jahre alte Abwehrtalent: "Der ,Ehle` ist ein Musterprofi, trainiert immer 100 Prozent. Bei ihm mache ich mir keine Gedanken. Ob kurz- oder mittelfristig wird er dem Verein richtig Freude bereiten."

12.15 Uhr: Trainer Markus Kauczinski hat also wieder reichlich getauscht, nur Torwart Kevin Broll sowie Florian Ballas, Linus Wahlqvist und Jannis Nikolaou standen auch bei der 0:3-Schlappe in Hannover von Anfang an auf dem Platz. Letzterer dort noch im Abwehrzentrum, jetzt rückt er vor ins defensive Mittelfeld neben Onrdrej Petrak. In der Offensive spielen Patrick Schmidt, Godsway Donyoh und Simon Makienok. "Die Reihe wird uns guttun", kündigte Kauczinski an.

12.06 Uhr: Ondrej Petrak hat sich rechtzeitig einsatzbereit gemeldet und steht in der Startelf - genau wie Abwehrtalent Kevin Ehlers. Dynamo beginnt mit: 

Broll - Wahlqvist, Ballas, Ehlers, C. Löwe - Petrak, Nikolaou - Schmidt, Klingenburg, Donyoh - Makienok.

Kevin Ehlers hat sich nach seiner Einwechslung in Hannover für die Startelf empfohlen. Trainer Markus Kauczinski stellt in Abwehrzentrum und Mittelfeld um.
Kevin Ehlers hat sich nach seiner Einwechslung in Hannover für die Startelf empfohlen. Trainer Markus Kauczinski stellt in Abwehrzentrum und Mittelfeld um. ©  dpa/Robert Michael

12.00 Uhr: Schiedsrichter ist Benedikt Kempkes. Der 34-Jährige aus Thür in Rheinland-Pfalz ist Zahnarzt. Dynamo hat er zuletzt im Februar 2019 beim 0:0 in Regensburg gepfiffen. Die Bilanz unter seiner Leitung ist positiv: sieben Spiele, drei Siege, je zwei Unentschieden und Niederlagen.

11.45 Uhr: In wenigen Minuten gibt es die Aufstellung. Mit Marco Hartmann, Baris Atik, Dzenis Burnic und Justin Löwe fallen vier Spieler definitiv aus, der Einsatz von Ondrej Petrak, Josef Husbauer und Florian Ballas war am Freitag noch fraglich. 

Es gehe auch darum "nicht nur schmerzfrei, sondern sofort da zu sein", betonte der Trainer. Er muss abschätzen, wer körperlich und auch mental in guter Verfassung ist. Die taktische Vorgabe ist klar: Verlieren verboten. Was für Kauczinski bedeutet: "Es gibt keine Alternative außer Vollgas."

11.35 Uhr: Die Mannschaft ist unterwegs. Es gehe ums sportliche Überleben in der 2. Bundesliga, twittert der Verein - und fordert: "Kämpfen, Dynamo!"

11.20 Uhr: Beide Vereine haben in dieser Saison bereits gegen den Videobeweis geklagt, beide waren vor dem Sportgericht jedoch erfolglos. Wiesbaden hatte nach der 0:1-Niederlage in Dresden Einspruch erhoben, weil ein Tor von Stürmer Manuel Schäffler zur Führung für die Hessen annulliert worden war, nachdem der Video-Assistent in Köln eingegriffen hatte. Vor dem Konter war der Ball bei einer Flanke von Alexander Jeremejeff der Ball bereits im Toraus. Dynamo behielt jedoch die drei Punkte

Genauso erfolglos war der Protest der Dresdner nach dem 2:3 gegen Darmstadt im Februar. Der Schiedsrichter nahm den Treffer von Patrick Schmidt zurück und entschied nach Hinweis aus Köln auf Abseits - ein Fehler, wie er später einräumte. Doch Sportrichter Hans E. Lorenz erklärte das Urteil damit, dass eine Tatsachenentscheidung unanfechtbar sei. Auf eine Berufung verzichtete Dynamo.

10.46 Uhr: Die sportliche Ausgangslage ist eindeutig: Dynamo hat 24 Punkte und durch die 14-tägige Quarantäne aufgrund der Corona-Fälle im Team zwei Spiele weniger absolviert als die Konkurrenten im Abstiegskampf. Mit vier Punkten mehr als die Dresdner liegt Wehen Wiesbaden auf dem vorletzten Platz, weitere zwei Zähler sind es bis zum Relegationsplatz 16. Den hat der Karlsruher SC inne, der am Sonntag bei Erzgebirge Aue spielt. Und nochmals zwei Punkte mehr sind es bis zum 1. FC Nürnberg auf dem direkt rettenden 15. Platz, für Dynamo also insgesamt acht Punkte Rückstand.

Was außerdem auffällt: Wiesbaden ist Letzter - in der Fairplay-Tabelle. Die Kartenstatistik: 65 Gelbe, zwei Gelb-Rote, drei Rote. Dynamo hat zwar auch drei Platzverweise aufzuweisen, aber insgesamt elf Strafpunkte weniger. Für Kauczinski ein Fingerzeig: "Wir wissen, dass es ein Spiel mit Haken und Ösen wird. Wehen Wiesbaden hat den Abstiegskampf vom ersten Spieltag an angenommen, wir müssen das lernen", stellt der 50-Jährige fest. "Wir haben viele gute Fußballer, aber auch schon gemerkt, dass wir in den Kampf kommen müssen." Dafür wird es höchste Zeit. "Es gibt keine Ausreden mehr."

10 Uhr: Dynamo hat am Freitagabend die Suche nach einem Nachfolger für Ralf Minge offiziell ausgeschrieben. Ob die Mannschaft für den scheidenden Sportgeschäftsführer spielt, wie es der Trainer hofft, oder sie die Diskussion belastet, wird man in knapp drei Stunden beurteilen können. Dann beginnt die Partie in der Brita-Arena von Wiesbaden, in der die 12.566 Plätze diesmal leer bleiben.

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Was den Zuschauerzuspruch betrifft, sind die Hessen ohnehin mit durchschnittlich 5.280 Besuchern das Schlusslicht der zweiten Liga. Dynamo steht dagegen mit mehr als 27.000 Fans im eigenen Stadion auf Platz sechs. Minge hatte direkt nach der 03-Niederlage in Hannover am Mittwoch gefordert, jetzt für die vielen Fans zu kämpfen, die das letzte Hemd für den Verein geben.

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