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Lkw nerven Anwohner an der Scheumannstraße

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Dieter Ruppert von der Martin-Scheumann-Straße beschwert sich über die derzeitige B-98-Umleitung. „Es läuft überhaupt nicht reibungslos, die Scheumann-Straße müsste man zur Hauptstraße erklären“, fordert der Anwohner. An der Kreuzung zum Rostiger Weg würde sich teilweise ein 300 Meter langer Stau des Schwerlastverkehrs bilden. „Wenn sie drei bis vier Mal anfahren müssen, um über die Kreuzung zu kommen, gibt es Lärm und Abgase, der Spritverbrauch steigt“, sagt Herr Ruppert.

Das Straßenverkehrsamt hat laut Kreissprecherin Kerstin Thöns die Variante verworfen, die Scheumannstraße zur Hauptstraße zu machen. „Die Änderung dieser Gewohnheit stellt eine Unfallgefahr dar“, so Kerstin Thöns. Auch sei geprüft worden, die Scheumannstraße als wegführende Einbahnstraße auszuweisen. „Das hätte dazu geführt, dass der Schwerlastverkehr vielleicht auf die Schlosswiesenstraße ausgewichen wäre“, sagt die Sprecherin.

Aus der Antwort von Landrat Kutschke auf eine Anfrage von Kreisrätin Brigitte Zschoche (PDS) zur Umleitung geht hervor, dass derzeit verstärkt Kontrollen zur Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit entlang der Martin-Scheumann- und der Weßnitzer Straße durchgeführt werden.

Kai-Uwe Schwokowski aus Großenhain nervt, dass nun schon zum vierten Mal kurz hintereinander große Lkw an der Schlossstraße beim Abbiegen in die Meißner Straße stecken bleiben (Siehe Stadtseite). Sie haben sich offensichtlich verfahren. „Die Fahrzeuge blockieren den Verkehr minutenlang und beschädigen die Beleuchtung an meiner Kanzlei“, so der Anwalt. Ob die Transportfahrzeuge durch die Baustellenumleitung falsch gefahren sind, ist offen. Stadt wie Landratsamt sehen diese Situationen als Ausnahme an. In einem Schreiben der Stadtverwaltung erhielt Schwokowski die Antwort, dass eine Tonnagebegrenzung an der Schlossstraße nicht möglich ist, da die Belieferung des Einzelhandels gewährleistet werden müsse. Außerdem hätte man sich 2003 entschieden, die Straße wieder für den Durchgangsverkehr zu öffnen.

Werner Lohde aus Großenhain ist kürzlich gestürzt. Eine Mitarbeiterin des Advita-Pflegedienstes sah das und kam ihm sofort zu Hilfe. Sie verband seine blutende Wunde. „Bei ihr und bei Frau Schmidt vom Pflegedienst möchte ich mich ganz herzlich bedanken“, so Herr Lohde.