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Heftiges Unwetter wütet in der Döbelner Region

Ein kurzes, aber sehr heftiges Gewitter hat Sonntagnacht für zahlreiche Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren gesorgt. 2000 Envia-Kunden waren ohne Strom.

Auf der Mastener Straße, Höhe Poliklinik, staute sich in der Nacht das Regenwasser.
Auf der Mastener Straße, Höhe Poliklinik, staute sich in der Nacht das Regenwasser. © Jens Hoyer

Hartha. In der Nacht zum Montag ist ein heftiges Gewitter mit sehr starken Sturmböen über die Region hinweg gezogen und hat einige Spuren und Schäden hinterlassen. Die mussten noch in der Nacht und am Montagmorgen beseitigt werden.

Im Innenstadtgebiet Döbeln wurden Stühle vor Restaurants und Cafés weggeweht, auch Mülltonnen blieben nicht dort, wo sie eigentlich sein sollten. Auf der Unnaer Straße und der Mastener Straße mussten die Helfer große umgestürzte Bäume entfernen. Die Bahnhofstraße musste beräumt werden, auch auf der Hainichener Straße gegenüber des Friedhofes und der Kleingartenanlage hatte der Sturm massive Äste abgerissen. Teilweise wurden parkende Autos beschädigt.

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Ein Baum war laut Polizei in Ziegra auf ein fahrendes Auto gestürzt. Glücklicherweise blieb der Fahrer unverletzt.

Auf der Mastener Straße konnte das Regenwasser nicht schnell genug ablaufen und staute sich auf der Fahrbahn.

Wie auf der Döbelner Schlachthofstraße mussten Dachdecker an mehreren Gebäuden Schäden beseitigen beziehungsweise Löcher stopfen.  
Wie auf der Döbelner Schlachthofstraße mussten Dachdecker an mehreren Gebäuden Schäden beseitigen beziehungsweise Löcher stopfen.   © -Dietmar Thomas

Auch am Montagmorgen mussten die Spuren des Unwetter noch an vielen Orten, auf Straßen und an Häusern beseitigt werden

In Döbeln waren Dachdecker zum Beispiel auf der Schlachthofstraße unterwegs, um Löcher in einem Dach zu stopfen. Auch vom Dach der Redaktion des Döbelner Anzeigers hatte es Dachziegel herunter geweht.

Im Untergeschoss des Döbelner Berufsschulzentrums hatte es Regenwasser durch die Abflüsse zurück ins Gebäude und in die Sanitäranlagen gedrückt, so dass der Hausmeister am ersten Tag des neuen Schuljahres die Pfützen im Flur entfernen musste. Ob und wie hoch der Schaden ist, war am Morgen noch nicht klar. Laut Schulleitung war das bisher noch nie vorgekommen.

Die Helfer aus Waldheim und den Ortsteilen waren bis 1 Uhr nachts unterwegs. Vor allem umgestürzte Bäume sorgten für Behinderungen und sogar Vollsperrungen. So musste der Bauhof am Montagmorgen auf der Mortelstraße zahlreiche Äste und umgestürzte Bäume entfernen. Für die Arbeiten war die Straße zeitweise voll gesperrt.

Nicht zur Ruhe kamen die Kameraden der Harthaer Feuerwehr. Zwischen 22.15 und 3.30 Uhr waren sie mit allen Fahrzeugen zu rund 20 Einsätzen in der Stadt und in Steina unterwegs. „Dabei haben wir überwiegend umgestürzte Bäume beseitigt“, sagt Wehrleiter René Greif. 

Außerdem mussten die Feuerwehrleute die Sonnenstraße in Hartha sperren. Dort hatte sich, ohne erkennbaren äußeren Einfluss, ein Loch in der Fahrbahn aufgetan. Das hat einen Durchmesser von rund zwei Metern und ist etwa einen Meter tief. Mitarbeiter der Stadt, der Firma STI Bau und des Abwasserzweckverbandes „Untere Zschopau“ forschen derzeit nach der Ursache für den Einbruch der Straße.

Die Roßweiner Feuerwehrleute waren nur kurz im eigenen Gebiet im Einsatz. Nachdem sie zwischen Niederforst und Ossig drei umgestürzte Pflaumenbäume beseitigt hatten, fuhren sie mit der Drehleiter nach Döbeln, um die Kameraden bei der Beseitigung loser Dachziegel zu unterstützen. Insgesamt waren 13 Kameraden mit drei Fahrzeugen mehr als drei Stunden unterwegs.

Relativ glimpflich sind die Dörfer davongekommen, wobei auch dort einige Bäume umstürzten. Die Großweitzschener Kameraden beseitigten solche zwischen Großweitzschen und dem Scheergrund sowie Westewitz und dem Scheergrund. Die Gleisberger rückten zum Wolfstal und auf die Wetterwitzer Straße in Gleisberg aus. Auch die Niederstriegiser und Zschaitzer Feuerwehrleute kümmerten sich um umgestürzte Bäume.

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2000 Envia-Kunden waren nach dem Unwetter ohne Strom. Noch am Montagmorgen mussten viele Schäden behoben werden.

Rund 2000 Kunden der EnviaM im Raum Gersdorf, Brösen, Seifersdorf und Reinsdorf waren zeitweise ohne Strom, wie Pressesprecherin Evelyn Zaruba mitteilte. „Durch das Unwetter waren einige Leitungen unterbrochen. Unsere Mitarbeiter haben noch in der Nacht die Schäden behoben, beziehungsweise Umschaltungen vorgenommen“, berichtete sie. Bis etwa 5.30 Uhr dauerte der Einsatz. 

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