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Lockwitz-Brücke wird hochwassersicher

Bei Hochwasser stauten sich die Fluten unter dem Bauwerk. Deshalb greift Dresden nun zu einem rabiaten Mittel.

© Anja Schneider

Von Nora Domschke

Kreischa/Dresden. Noch ist an der Brücke in der Prof.-Billroth-Straße in Dresden nicht viel zu sehen – nur ein Baucontainer deutet darauf hin, dass dort in den kommenden Wochen die ersten Arbeiten beginnen. Derzeit wird der Wildwuchs am Ufer der Lockwitz entfernt. Die Brücke soll komplett abgerissen und neu errichtet werden. Der Neubau wird etwas höher als der Vorgänger sein.

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Zudem soll der Abstand zwischen den Brückenpfeilern vergrößert werden. Im Falle eines erneuten Hochwassers können die Fluten dadurch künftig besser abfließen. Bislang staute sich das Wasser vor der Brücke, angeschwemmtes Holz verhinderte zusätzlich den schnellen Abfluss.

Tragfähigkeit war nicht mehr gegeben

Seit Ende März 2015 ist das Bauwerk für den Autoverkehr gesperrt, nur Fußgänger und Radler konnten die Querung nutzen. Grund für die Sperrung sind Risse in den Wänden. Zudem ist an einigen Stellen der Beton abgeplatzt. Eine Überprüfung der Statik Anfang vergangenen Jahres hatte ergeben, dass die Tragfähigkeit durch die Schäden beeinträchtigt ist. Die Stadt investiert rund eine Million Euro in den hochwassersicheren Neubau. Dafür werden Fördermittel des Freistaates zur Beseitigung von Flutschäden verwendet. Straßenbauamtschef Reinhard Koettnitz rechnet damit, dass der Abrissbagger Anfang April anrollt. Bereits Ende November soll die neue Brücke fertig sein. Geplant ist außerdem der Ausbau der Prof.-Billroth-Straße.

Alte Brücke wird abgerissen

Parallel dazu wird in der Sosaer Straße eine zweite Brücke neu gebaut, damit das Wasser im Niedersedlitzer Flutgraben besser abfließen kann. Die Querung wird als Zufahrt zu dem kleinen Gewerbegebiet künftig aber auch von schweren Lkws genutzt. Dafür muss die Sosaer Straße zwischen Brücke und Reisstraße verbreitert werden. Die Anwohner haben die von der Stadt gepachteten Flächen, die sie als Vorgärten nutzten, bereits beräumt. Die alte Brücke ist seit 2007 aus Sicherheitsgründen für den Verkehr gesperrt. Sie wird voraussichtlich im April abgerissen. Die Baukosten belaufen sich auf 280000 Euro.

Das dritte Brückenbauprojekt in Höhe der 90. Grundschule an der Kleinlugaer Straße ist bereits seit Monaten in vollem Gange. Die Stadt investiert 240000 Euro in den Neubau. Eine Überquerung des Maltengrabens ist derzeit für Autofahrer nicht möglich, denn die Brücke ist schon abgerissen. Im April soll alles fertig und die neue Brücke hochwassersicher sein.