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Löbauer Bahnhof bekommt zwei Aufzüge

Bis 2015 werden die Fahrstühle gebaut. Reisende müssen in den nächsten Monate einige Änderungen in Kauf nehmen.

Von Carina Brestrich

Vier Jahre nach der ersten Ankündigung löst die Deutsche Bahn endlich ihr Versprechen ein: Der Löbauer Bahnhof bekommt zwei Fahrstühle und wird damit barrierefrei. Bis Juni 2015 werden die beiden Aufzüge fertig sein. Sie erleichtern besonders für Menschen mit Rollstuhl oder Kinderwagen den Zugang zum Gleis 1 und zu den Mittelgleisen. Letztere sind seit Abschaffung der ebenerdigen Gleisüberführung vor einigen Jahren nur über einen Fußgängertunnel mit Treppe erreichbar.

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Von der Deutschen Bahn selbst waren gestern zwar keine Details zu erfahren, wie aber an den Bauzäunen zu sehen ist, haben die Bauarbeiten bereits begonnen. So ist das Fahrdienstleiterhäuschen am Bahnhofsgebäude schon weggerissen. Der Fahrkartenautomat, der gleich neben dem Häuschen stand, befindet sich ab sofort am Übergang vom Busbahnhof zum Bahnhof selbst. Zudem weist ein Schild darauf hin, dass Bahnreisende das Gleis 1 aus Sicherheitsgründen ab sofort nicht mehr von der Tunnel-Seite aus erreichen, sondern an der Ost-Seite des Empfangsgebäudes vorbei zum Bahnsteig gelangen.

Schon seit Jahren gibt es in Löbau die Forderung nach zwei Aufzügen. Nun scheint tatsächlich eine Reihe von unerfüllten Versprechen ein Ende zu finden: So kündigte die Deutsche Bahn schon mal Aufzüge für das Jahr 2010 an. Einen weiteren Termin nannte der regionale Verkehrsverbund Zvon im Oktober 2012: Demnach sollte der Löbauer Bahnhof bis 2013 mit Fahrstühlen ausgestattet werden. Bereits im Frühjahr 2013 allerdings teilte die Bahn mit, dass sich die Pläne verschieben.

Das Unternehmen begründete die Verzögerungen damals damit, dass der Bahnhof an der Strecke Dresden-Breslau liegt und damit Teil des transeuropäischen Verkehrsnetzes ist. Die Planung und der Bau der Lifte unterliegen so neben deutschen auch europäischen Richtlinien. Die Berücksichtigung dieser EU-Normen sorge für eine spürbare Verlängerung der Planungsphase, erklärte die Bahn.