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Löbau

Löbauer Geldfälscher flunkert wohl

Ein 31-jähriger Mann soll gefälschte 50-Euro-Scheine in Umlauf gebracht haben. Er sei unwissend, verwickelt sich vor Gericht aber in Widersprüche.

©  dpa / Symbolbild

Erinnern Sie sich noch? „Wer Banknoten nachmacht oder verfälscht, oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft und in Verkehr bringt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren bestraft.“ Diese kleingedruckte, aber eindeutige Warnung fand sich auf den 50- und 100-DM-Scheinen der zweiten Serie. Auf dem Euro sucht man derartige Hinweise vergeblich, was aber nichts mit der Strafbarkeit derartigen Handelns zu tun hat. Und so fand sich jetzt ein 31-jähriger Löbauer wegen Geldfälschung vor dem Schöffengericht am Amtsgericht Zittau wieder.

 In der Anklageschrift des Staatsanwalts hieß es sinngemäß, in einem nicht näher bestimmbaren Zeitraum des Jahres 2016 habe der Angeklagte über einen Verkäufer im sogenannten Darknet zehn gefälschte 50-Euro-Scheine bestellt, die ihm auch zugesandt wurden. Er brachte sie anschließend in Verkehr. Nach Absprache mit einem weiteren, gesondert verfolgten Komplizen wiederholte dieser das Ganze, übergab dem Angeklagten die vermeintlichen 500 Euro und forderte später lediglich 350 zurück. Die dritte Tat erfolgte zwischen Oktober und November 2016. Es handelte sich erneut um zehn „falsche Fuffziger“, von denen er diesmal fünf unter die Leute bringen sollte. 

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Er sei damals sehr knapp bei Kasse gewesen, erklärte der Angeklagte. Da habe ihm sein Freund eben helfen wollen und das Geld geliehen. Dass es sich dabei um „Blüten“ handelte, habe er nicht gewusst. Er habe es in Raten zurückgeben wollen. Ob es ihm nicht sonderbar erschien, dass dieser nur 350 von 500 Euro zurückforderte, wollte Richter Holger Maaß, der den Vorsitz führte, von ihm wissen. Darüber habe er sich keine Gedanken gemacht, erklärte der junge Mann. Allerdings hatte der vermeintliche Wohltäter bereits vorher ausgesagt, dass beide vorher alles abgesprochen hatten und der Angeklagte somit sehr wohl von dem Falschgeld gewusst habe. Da sich dieser bei seinen weiteren Einlassungen immer weiter in Widersprüche verwickelte, kam das Gericht zu dem Schluss, so komme man nicht weiter. Man müsse zur Klärung des Falls unbedingt den zweiten Beteiligten als Zeugen hören. Richter Maaß schlug vor, die Hauptverhandlung auszusetzen, um diesen zu einem späteren Zeitpunkt zu laden. Mit Zustimmung aller Beteiligten erging ein entsprechender Beschluss. 

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