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Löbauer Saxofon-Quartett spielt groß auf

Die Kreismusikschule schickt morgen fünf junge Musiker zum MDR-Musiksommer. Und schon lockt das nächste Ziel.

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Von Steffen Schreiber

Löbau. Dass die Löbauer Kreismusikschule Dreiländereck bereits viele gute Künstler hervorgebracht hat, ist bekannt. Nun hat die Einrichtung der Kultur und Weiterbildungsgesellschaft einen ganz besonderen Coup gelandet: Fünf junge Musiker aus der Schule treten an diesem Freitag bei einem Konzert im Rahmen des renommierten Musiksommers des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) in Chemnitz auf. Bei der wohl größten Musikveranstaltung Sachsens mit dabei ist nämlich das Löbauer Saxofon-Quartett „La Fille“.

Deren Lehrer, Ragnar Schnitzler, ist schon jetzt hellauf begeistert. „Dort spielen zu dürfen, das ist eine ganze besondere Auszeichnung.“ Die haben sich die jungen Damen im Alter von zwölf bis 16 Jahren hart erarbeitet. „Das ist das zweite Jahr, dass wir zusammen als Quartett spielen“, sagt Celine Teurich, die das Tenorsaxofon spielt. Alle vier sind Mitglieder des Sächsischen Saxofonorchesters und hatten schon als Solokünstler oder im Duo Erfolge. Allen voran Emily Güntzel: Die 13-Jährige konnte bereits mehrere Bundespreise gewinnen. „Aber im Ensemble macht es einfach mehr Spaß und es passt super mit den anderen drei Mädels“, sagt sie.

Das zeigen die Erfolge. So gewann das Quartett 2012 den Talentförderwettbewerb „musik aus kommunen“ eines großen Energieversorgers. Dieser Sieg qualifizierte sie wiederum für ihren morgigen Auftritt um 19.30 Uhr im Sächsischen Industriemuseum in Chemnitz. Etwas, worauf andere Künstler lange hinarbeiten. „Ich kenne viele gute Musiker, die sich bereits mehrmals für den MDR-Musiksommer beworben haben und nicht genommen worden. Da sind bestimmt nun einige neidisch“, sagt Schnitzler.

So ist die Aufregung der Musikerinnen mehr als verständlich. Vor allem bei der Jüngsten, Hannah Pertzsch. „Das ist mein bisher größter Auftritt“, sagt die Zwölfjährige. Um perfekt vorbereitet zu sein, steht nach der langen Ferienpause nun noch ein Übungsmarathon an. Jeden Tag vier Stunden. „Das ist schon anstrengend“, so Emily Güntzel. Sie wird neben ihrem Quartettauftritt noch zusammen mit dem Löbauer Akkordeonspieler Maximilian Krohe als Duo „Sax meets Akkordeon“ auftreten.

Für Ragnar Schnitzler ist der Erfolg seiner Schüler ein großer Ansporn und macht ihn stolz. Doch sich darauf ausruhen ist nicht seine Art. So brauchen seine Schützlinge ihre Instrumente nach dem morgigen Konzert gar nicht erst wegpacken. Denn das nächste Ziel wartet schon, wie Schnitzler erklärt. „Wir wollen unbedingt am Bundeswettbewerb ’Jugend musiziert‘ teilnehmen“, so der Musiklehrer. Dort winkt vielleicht bald die nächste hohe Auszeichnung.

Wer die jungen Musiker live hören will: Am 13. September gibt es einen Auftritt in der Eibauer Kirche.

www.szlink.de/Kreismusikschule