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Löbtauer Seniorenzentrum eröffnet

102 Bewohner fühlen sich im Altersheim-Neubau an der Wernerstraße wohl. Hier können sie viel erleben.

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Von Ariane Dreisbach

Marlitt Fischer hat ein neues Zuhause. „Ich bin aufgeschlossen und komme mit jedem zurecht“, sagt die 73-Jährige. „Deswegen hatte ich auch keine Probleme, mich hier einzugewöhnen.“ Sie war unter den ersten Bewohnern des neuen „Seniorenzentrums AGO“ in der Wernerstraße 37. Am 1. Oktober bezog Fischer ihr Einzelzimmer im ersten Stock. „Es ist wunderbar groß und mit meinen eigenen Möbeln, die ich mitgebracht habe, fühle ich mich hier doppelt wohl.“ Am liebsten sitzt die alte Dame am Fenster, durch das morgens die Sonne hineinscheint, und liest.

Am Freitag war ein besonderer Tag, das Seniorenzentrum wurde offiziell eröffnet. Fast alle der 107 Zimmer im Seniorenzentrum sind belegt. Insgesamt ist hier Platz für 116 Bewohner. Das Haus ist auf die Pflege und Betreuung von Senioren spezialisiert. Es gibt fünf Wohnbereiche, zwei davon sind für Demenzkranke eingerichtet. Die Bewohner können zwischen Einzel-, Doppel- oder sogenannten Flügelzimmern wählen, das sind zwei Einzelzimmer, die sich ein Bad teilen. Letztere sind je 18 Quadratmeter groß, das Doppelzimmer 22. Das ist mit knapp 850 Euro pro Monat für Pflegebedürftige der Stufe 1 am günstigsten, ein Einzelzimmer kostet 200 Euro mehr. Mit der Pflegestufe steigt auch der Preis. Alle Zimmer sind mit Pflegebett, Kleider- und Nachtschrank, Tisch und Stuhl ausgestattet. Die Bewohner sind eingeladen, auch eigene Möbel mitzubringen. „Wir sind ja kein Krankenhaus, sondern wollen ein Zuhause auf Dauer werden“, sagt Heimleiter Alf Dietze.

Deswegen gibt es für die Bewohner auch Nachmittagsangebote und einmal im Monat eine große Veranstaltung, als Nächstes den Ostermarkt am 23. März. Marlitt Fischer war schon beim Sport, beim Kegeln und beim Basteln. „Da lernen wir, tolle Blumen zu basteln.“ Sie hat schon einen ganzen Karton voll davon. „Außerdem gehe ich jeden Sonnabend zu meinen Kindern zum Kaffee rüber, sie wohnen gleich gegenüber.“ Ihr Sohn besucht sie fast täglich. „Die meisten unserer Bewohner kommen aus Löbtau, sind hier geboren oder haben Angehörige hier. So werden sie nicht aus ihrem sozialen Kontext gerissen, das ist in diesem Alter wichtig“, sagt Dietze. Auch für Frau Fischer war es ein Glücksfall, dass das Seniorenzentrum unweit ihrer alten Wohnung eröffnet hat. „Besser hätte es nicht kommen können“, sagt sie froh.