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Pulsnitzer Kegler geben auf

Eine Mitgliederversammlung soll das Ende des Vereins besiegeln. Hintergrund ist der geplante Abriss der Sportstätte Kante.

Die Sportstätte Kante in Pulsnitz soll abgerissen werden. Damit verlieren die Pulsnitzer Kegler ihre Anlage.
Die Sportstätte Kante in Pulsnitz soll abgerissen werden. Damit verlieren die Pulsnitzer Kegler ihre Anlage. © René Plaul

Pulsnitz. In Pulsnitz geht voraussichtlich eine Tradition zu Ende. Die reicht bis in die erste Hälfte des vorigen Jahrhunderts zurück. In der kommenden Woche soll sich der Pulsnitzer Kegelsportverein auflösen. So plant es der Vorstand.

Der hat zur Mitgliederversammlung eingeladen. Punkt 6 der Tagesordnung ist die Entlastung und Verabschiedung der Vereinsspitze. Punkt 8 lautet: „Auflösung des Vereins durch Stimmabgabe der Delegiertenversammlung.“ Der Verein würde damit zu Grabe getragen und das Schlusswort die Grabrede. Ein schwerer Schritt. Aber „wir sehen keine Perspektive mehr“, so Vorstand Gerd Höfs. Grund ist die Sperrung der langjährigen Sportstätte Kante durch die Stadt. Die Kegelbahn an sich ist dabei nicht das Problem, sondern der schlechte Zustand anderer Gebäudeteile. Aus Sicherheitsgründen hat die Stadtverwaltung nun die Sperrung ab 1. November verhängt. Damit verlieren die Pulsnitzer Kegler ihre Anlage und sportliche Heimat. Nach den Plänen der Stadt soll die Sportstätte Kante abgerissen werden.

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Im Rathaus habe man dem Verein keine Aussicht auf einen anderen Standort eröffnen können, heißt es aus dem Vorstand. Teile der Mitglieder haben inzwischen den Verein gewechselt. Zuletzt hatte es aber auch noch Bestrebungen gegeben, die Kegeltruppe doch noch auch ohne eigene Bahn zu erhalten.

Dabei spielt eben gerade die Sorge mit, dass Traditionen unwiederbringlich verloren gehen, wenn Vereine aus dem Stadtleben verschwinden. Dass Zusammenhalt in der Stadt verloren gehe. Zumindest die Freizeitkegler sollten zusammenhalten, hieß es. Wenn der alte Vorstand zurücktrete, müsse eben ein neuer gewählt werden. Das ließen Mitglieder im Sommer im SZ-Gespräch wissen. Zu ihnen gehörte Andreas Drey. Der Verein müsse ja nicht auseinanderbrechen, ist seine Auffassung. Die Kegler könnten auf einer anderen Anlage spielen. Aber die Stadt müsse merken, dass es Kegler gibt und eine neue Anlage gebraucht werde. Einige Kegler teilen diese Auffassung wohl nach wie vor. Wie die Mehrheit entscheidet, wird die kommende Woche zeigen.

Die Mitgliederversammlung beginnt am 19. September, 18.30 Uhr auf der Kegelbahn.

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