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Lösung im Streit um Wildschäden

Der Jagdpachtvertrag läuft aus, er wurde gekündigt. Ein neuer Pächter wird gesucht. Doch noch sind nicht alle Schäden reguliert.

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In der Jagdgenossenschaft von Lohsdorf rumort es. Der Vorstand ist geschlossen zurückgetreten, einige Landeigentümer waren mit dem Jagdpächter unzufrieden (SZ berichtete). Hohnsteins Bürgermeister Daniel Brade (SPD) ist nun Chef der Jagdgenossenschaft, und in seiner Funktion als Notvorstand hatte er kürzlich zu einer Mitgliederversammlung eingeladen, um sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen und um mit den Landeigentümern weitere Schritte zu beraten.

Es habe zwei Landeigentümer gegeben, deren Wildschäden nicht reguliert worden sind, sagt er. Ein Landeigentümer stellt keine Forderungen mehr. Der zweite macht seine Wildschäden weiterhin beim Jagdpächter geltend, so der Bürgermeister. Die Mehrheit der Jagdgenossenschaftsmitglieder habe beschlossen, sich nicht in den Streit um die Wildschadensforderungen einzumischen. „Das ist alleinige Angelegenheit des Landeigentümers und des Jagdpächters“, sagt Brade.

Bewerbungsfrist endet am 24. März

Für die Zukunft hat die Jagdgenossenschaft beschlossen, dass ein Vertreter der Jagdgenossenschaft mit dem Landeigentümer und dem Jäger den Wildschaden gemeinsam besichtigt und protokolliert. Damit sei alles dokumentiert, und die Schäden könnten besser reguliert werden.

Außerdem hat die Jagdgenossenschaft der Aufhebung des Jagdpachtvertrages zum 31. März dieses Jahres zugestimmt. Der aktuelle Jagdpächter sei ebenfalls einverstanden. Somit sucht die Jagdgenossenschaft zum 1. April einen neuen Jäger. Die Ausschreibung läuft, Bewerbungen können bis 24. März bei der Stadtverwaltung Hohnstein eingereicht werden. (SZ/aw)