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Löw und Merkel speisen in Berlin

Fußballtrainer und Kanzlerin treffen sich regelmäßig – sozusagen auf Bundesebene.

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Jogi trifft Angie: Bundestrainer Joachim Löw hält weiter gern engen Kontakt zu Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das prominente Duo speiste am vergangenen Montag in einem Berliner Restaurant. Dritter im Bunde bei dem Drei-Gänge-Menü war Teammanager Oliver Bierhoff. Streng geheim sei das Abendessen nicht gewesen, dafür aber ein privater Termin, kommentierte der Deutsche Fußball-Bund einen Bericht der „Bild am Sonntag“.

Laut Löw finden diese Treffen relativ regelmäßig statt. „Wir freuen uns, wenn es ein-, zweimal im Jahr klappt“, sagte er der Zeitung. Merkel ist seit Jahren bekennender Fan der Nationalauswahl. Zuletzt verfolgte sie am 6. Februar den 2:1-Sieg in Paris mit dem französischen Präsidenten François Hollande als Tribünengast. Auch beim 4:4 gegen Schweden im Oktober in Berlin war Merkel dabei.

„Wir folgen da keiner festgelegten Tagesordnung. Es ist immer sehr informativ und vor allem sehr unterhaltsam, sich mit Frau Merkel zu treffen. Sie ist sehr interessiert am Fußball und hört auch im Ausland viel über die Nationalmannschaft“, berichtete Löw von dem jüngsten Treffen.

Offenbar nutzt der Bundestrainer ihre Routine als Führungskraft. „Frau Merkel muss als Bundeskanzlerin jeden Tag wichtige Entscheidungen fällen, trägt immens große Verantwortung für unser Land. Es ist interessant zu hören, wie sie entscheidet, welche Prioritäten sie setzt“, sagte Löw.

Auf die direkte Hilfe von Edelfan Merkel muss das deutsche Team aber vorerst verzichten. Am Doppel-Spieltag gegen Kasachstan am Freitag in Astana und vier Tage später in Nürnberg hat die Kanzlerin keine Zeit, und nach der politischen Sommerpause steckt die Bundeskanzlerin mitten im Wahlkampf. Für den 15. Oktober hat Merkel eine Einladung des schwedischen Premierministers Fredrik Reinfeldt zum Gegenbesuch beim WM-Qualifikationsspiel in Stockholm, berichtete die „Bild am Sonntag“. Zuvor steht am 22. September für Merkel allerdings ein noch wichtigerer Termin an: die Bundestagswahl. (dpa)