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Löwen-Fans randalieren

Ingolstadt. Fußball-Zweitligist 1860München hat die Krawallaktionen einiger seiner Fans beim 0:2 in Ingolstadt scharf kritisiert. „Das ist nicht akzeptabel“, erklärte Präsident Gerhard Mayrhofer. Mitte...

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Ingolstadt. Fußball-Zweitligist 1860 München hat die Krawallaktionen einiger seiner Fans beim 0:2 in Ingolstadt scharf kritisiert. „Das ist nicht akzeptabel“, erklärte Präsident Gerhard Mayrhofer. Mitte der zweiten Hälfte waren aus dem Gäste-Fanblock mehrere Feuerzeuge in den Strafraum von FCI-Torhüter Ramazan Özcan geflogen, wiederholt wurde Pyrotechnik gezündet. Schiedsrichter Christian Fischer musste die Partie für zehn Minuten unterbrechen und drohte mit einem Spielabbruch bei weiteren Vorfällen. „Was da passiert ist, geht gar nicht“, sagte Mayrhofer.

Doch damit nicht genug. Nach dem Spiel gingen die Krawalle weiter. Der Sonderzug nach München musste in Petershausen fast zwei Stunden angehalten werden. „Das war mit Abstand der heftigste Vorfall, was Zugbegleitungen angeht. Es gab noch nie elf verletzte Polizisten. Zum Glück sind alle nur leicht verletzt“, sagte der Pressesprecher der Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof, Wolfgang Hauner, der Münchner AZ. Auch was die Gewaltbereitschaft angehe, sei „ein neuer Höhepunkt erreicht“ worden. „Wenn man im Zug, wo auch ältere Menschen und Kinder zugegen waren, auf vermummte Personen trifft, ist das auch für Polizisten eine unbehagliche Situation“, sagte Hauner. Das Videomaterial werde ausgewertet, einige Personalien wurden aufgenommen. (dpa/sid)