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Lohnplus kostet Stadt 19 Millionen Euro

Die Gehaltserhöhung für die städtischen Tarifbeschäftigten wird für Dresden ein Kraftakt, sagt der Finanzbürgermeister.

Von Sandro Rahrisch

Während sich die städtischen Angestellten nach dem Tarifabschluss auf deutlich mehr Lohn freuen dürfen, hält sich die Freude der Verwaltung in Grenzen: Die zusätzliche Belastung liegt in diesem Jahr bei rund 6,7 Millionen Euro, so ein Rathaussprecher. Gerechnet hatte die Stadt ursprünglich mit einer Tariferhöhung, die sie 3,6 Millionen Euro mehr kosten würde. Im kommenden Jahr fallen die Zusatzkosten für die 5 200 Tarifbeschäftigten und die 155 Auszubildenden und Praktikanten noch höher aus. Mit 12,4 Millionen Euro rechnet das Rathaus für 2015, insgesamt also 19,1 Millionen Euro. „Wir sind einerseits erleichtert, dass den Bürgern weitere Arbeitskampfmaßnahmen erspart bleiben“, sagt Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU). Andererseits werde es vor dem Hintergrund des immer noch anstehenden Schul-, Kita- und Kulturinvestitionsprogramms ein Kraftakt, die Mehrkosten im Haushalt zu verankern.

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Die Streiks im öffentlichen Dienst hatten im März auch Dresden stark getroffen. Durch den Streik der städtischen Erzieher konnte die Hälfte der Kindertagesstätten erst gar nicht öffnen. Auch Mitarbeiter der Dresdner Verkehrsbetriebe hatten in der vergangenen Woche die Arbeit mitten im Berufsverkehr niedergelegt. Arbeitgeber und Gewerkschaften hatten am Dienstag ein spürbares Lohnplus für die städtischen Angestellten vereinbart. Rückwirkend zum 1. März steigen die Monatsgehälter um drei Prozent, mindestens aber um 90 Euro. Im kommenden Jahr gibt es nochmals 2,4 Prozent mehr. Die Mehrkosten ohne Abstriche bei den Investitionen und ohne Steuererhöhungen zu stemmen, werde schwierig, so Vorjohann. (SZ/sr)