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Lommatzscher Pflege ackert für EU-Gelder

Die Region bewirbt sich für neue Millionen-Zuschüsse. Auch eine Nachbarstadt will davon profitieren.

Ohne Moos nix los. So ließe sich die Lage in der Lommatzscher Pflege derzeit wohl auf den Punkt bringen. Denn das Gebiet befindet sich in einer Phase zwischen zwei EU-Förderperioden. Während der letzten, die von 2007 bis 2013 dauerte, erhielt die Region knappe 24 Millionen Euro Fördergelder. Die flossen unter anderem in Straßen, Schulen oder das Bürgerbus-Projekt. Weil derzeit aber kein Geld aus den europäischen Töpfen kommt, gibt es wenig Aktivität. Das soll sich ändern – und das schnell.

Denn die aktuelle Förderperiode hat auf dem Papier zwar mit dem Jahr 2014 begonnen, nimmt aber erst jetzt Konturen an. Damit bald wieder EU-Millionen in das Gebiet strömen können, muss aber zunächst ein Konzept her. An dem muss jetzt in Windeseile gefeilt werden. Ein erster Entwurf muss schon Ende Juli beim Sächsischen Umweltministerium vorliegen.

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Bürger sind gefragt

Auf wie viel Geld die Lommatzscher Pflege hoffen kann, ist bisher unklar. Es müsse damit gerechnet werden, dass die Gesamtsumme diesmal nicht so hoch ausfallen werde wie in der letzten Förderperiode, so das Regionalmanagement.

„Unser Ziel muss es sein, dass wir wieder ‚Leader‘-Region werden“, so Lommatzschs Bürgermeisterin Anita Maaß. Nur Regionen, die diesen Status zugebilligt bekommen, haben Aussicht auf hohe EU-Zuschüsse. Ob es mit dem „Leader“-Bonus klappt, hängt allerdings vom Konzept ab, das die Region beim Freistaat vorlegt.

Neu wird künftig sein, dass die Regionen noch mehr Entscheidungen vor Ort treffen. Wurden bisher etwa die Fördersätze für Projekte von übergeordneter Stelle vorgegeben, haben das nun die Entscheider vor Ort in der Hand.

Für die Lommatzscher Pflege gibt es noch eine weitere entscheidende Neuerung: Sie wächst. Zum Gebiet kommen die ländlich gelegenen Ortsteile von Riesa hinzu. Damit ist Riesa die elfte Kommune, die zur Region Lommatzscher Pflege gehört. Den voraussichtlich schrumpfenden Förderkuchen teilen also künftig noch mehr Gemeinden unter sich auf.

In welche Projekte investiert werden soll, können – und sollen – auch die Bürger mit entscheiden und ihre Ideen an das Regionalmanagement herantragen. (ewe)

Alle Informationen und ein Ideen-Formular gibt es im Internet unter www.lommatzscher-pflege.de