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Döbeln

Lüttewitzer drohen an Kritik zu scheitern

Erik-Holm Langhof über den Streit zwischen der Deutschen Funkturm GmbH und Bewohnern von Lüttewitz über einen neuen Mobilfunfkmast.

SZ-Volontär Erik-Holm Langhof kommentiert den Streit, um einen neuen Standort eines Mobilfunkmastes in Lüttewitz.
SZ-Volontär Erik-Holm Langhof kommentiert den Streit, um einen neuen Standort eines Mobilfunkmastes in Lüttewitz. © dpa/Rafael Sampedro/SZ-Montage

Ein ehemaliger französischer Politiker sagte einmal: "Ein Kompromiss ist ein Zusammenprall unter Anwendung von Stoßdämpfern." Nun, diesen Stoßdämpfer könnte man in der Debatte um den neuen Mobilfunkstandort in Lüttewitz mit dem stattgefundenen Gespräch zwischen Bürgern, Verwaltung der Deutschen Funkturm GmbH sehen. Anstatt über viele Ecke übereinander zu sprechen, traf man sich an einem Tisch, um miteinander zu sprechen.

Der Zschaitzer Bürgermeister Immo Barkawitz hat wohl in diesem Streitfall die größte Herausforderung. Erstens seine Bürger, die von ihm verlangen, ihre Sorgen ernst zu nehmen. Zweitens der Gemeinderat, der auch die Interessen der anderen Zschaitzer im Blick hat, die besseren Empfang haben wollen. Und nicht zuletzt eine obere Behörde, das Landratsamt, im Nacken, die im schlimmsten Fall eine Schadensersatzklage bekommt, weil sie den Mobilfunkausbau behindert.

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Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

Deutlich wird eins: Ohne Kompromiss geht es nicht. Die Deutsche Funkturm GmbH sucht sich gezielt Gebiete aus, die einen guten Empfang garantieren. Dies wurde im Fall in Lüttewitz bereits gefunden. Nun kann man behaupten, die Türme sehen in der Landschaft nicht gut aus oder die Bürger hätten Angst vor der Strahlung. Beides sind jedoch keine triftigen Gründe, um einen Funkturm zu verhindern. Und das sieht die Rechtslage nicht anders.

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Die Funkturm GmbH bietet einen Kompromiss an. Dem stimmen die Lüttewitzer weiterhin nicht zu. Indes geht es um 20.000 Euro Planungskosten.

Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling brachte es auf den Punkt: "Die Diskussion wird emotionslos geführt." Und auch deshalb sollten sich die Lüttewitzer genau überlegen, ob sie nicht lieber auf den Kompromiss eingehen wollen, um einen harten Aufprall ohne Stoßdämpfer zu verhindern.

E-Mail an Erik-Holm Langhof

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