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Luisenhof: "Standseilbahn-Auszeit schmerzt"

An der historischen Bahn wird bis Februar 2021 gebaut. Nicht nur die Wirte hoffen, dass die Gäste den Weg trotzdem finden.

Die Wirte vom Luisenhof hoffen, dass die Gäste trotz der Fahrpause der Standseilbahn zu ihnen finden.
Die Wirte vom Luisenhof hoffen, dass die Gäste trotz der Fahrpause der Standseilbahn zu ihnen finden. © Archiv/Arvid Müller

Dresden. Seit Mitte Juni steht sie still: die historische Standseilbahn in Loschwitz. Die betagte Anlage wird einer Frischekur unterzogen. Bis zum Februar 2021 müssen Dresdner und Touristen ohne die Attraktion am Elbhang auskommen.  Doch das Traditionshaus Luisenhof kämpft mit den Folgen.

"Der Luisenhof profitiert von der Standseilbahn als Gäste-Zubringer. Dass dies aufgrund der derzeit stattfindenden umfangreichen Baumaßnahmen ausgesetzt ist, schmerzt  uns  natürlich - auch weil viele ihrer Gäste die Kombination aus An- und Abreise mit der Standseilbahn  schätzen", so Wirt Carsten Rühle. Genau Gästezahlen will er nicht nennen. Aber er vertraue darauf,  dass die Dresdner dennoch den Weg zu ihm finden - sei es mit dem DVB-Ersatzverkehr zwischen Körnerplatz und Bergbahnstraße oder mit Bus und Bahn bis zur Plattleite oder Grundstraße und anschließendem Spaziergang über den Weißen Hirsch. Er hat Flyer mit Hinweisen zur Anreise drucken lassen und diese an vielen Stellen in der Stadt verteilen lassen. Um auch Touristen darüber zu informieren, wie sie trotz der Standseilbahn-Schließung in das Traditionsrestaurant am Elbhang finden, liegen zudem spezielle Flyer in den Tourist-Informationen in der QF-Passage und am Hauptbahnhof sowie in vielen Dresdner Hotels aus. "Wer dennoch am Körnerplatz strandet und gar nicht weiter weiß, kann im Restaurant anrufen und das Team schickt ein kostenfreies Shuttle", so Rühle. 

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Der Luisenhof Dresden und die Dresdner Standseilbahn wurden vor beinahe 125 Jahren fast zeitgleich eröffnet - der eine am 25. September 1895, die andere nur einen Monat später am 26. Oktober 1895. Beide sind also Zeit ihres Bestehens nahezu untrennbar miteinander verbunden. Als Familie Rühle das Restaurant im Luisenhof übernahm, folgte sie dieser Tradition und arbeitet von Anfang an eng mit den Verkehrsbetrieben zusammen.

Die jahrelange Schließzeit des Luisenhofes vor 2018 hatte die Dresdner Verkehrsbetriebe hart getroffen. Waren 2015 noch rund 400.000 Fahrgäste pro Jahr mit der Standseilbahn, die ihre Bergstation am Luisenhof hat, gefahren, so waren es 2017 gerade einmal 260.000. Wie hoch der damalige Umsatzverlust genau war, konnte Sprecher Falk Lösch nicht sagen, da viele Gäste eine Monatskarte haben und mit dieser kostenlos die Standseilbahn nutzen dürfen. 

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Neben der Straßenbahnlinie 11 über die Bautzner Landstraße und der Buslinie 61 über die Grundstraße bieten die Dresdner Verkehrsbetriebe jetzt  zwischen Körnerplatz und Bergstation einen Ersatzverkehr für die Standseilbahn an. Der Pendelbus fährt jede halbe Stunde, wochentags zwischen 6.30 und 21.30 Uhr und am Wochenende zwischen 9.00 und 21.30 Uhr. Am Körnerplatz startet er an der Bushaltestelle direkt vor der Talstation und fährt von dort über die Schillerstraße und die Haltestelle Plattleite bis zum Luisenhof. Für die Mitfahrt genügt ein gültiger DVB-Fahrschein. Allerdings ist wegen der beengten Platzverhältnisse die Mitnahme von Rollstühlen und Kinderwagen nur eingeschränkt möglich.

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