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Maaßen schon drei Mal im Landkreis

Der ehemalige Präsident des Verfassungsschutzes half mit seinen Auftritten in der Region Meißen den CDU-Wahlkämpfern. Nicht alle finden das gut.

Hans-Georg Maaßen bei seinem Auftritt in Riesa. Er war von CDU-Politiker Geert Mackenroth eingeladen worden.
Hans-Georg Maaßen bei seinem Auftritt in Riesa. Er war von CDU-Politiker Geert Mackenroth eingeladen worden. ©  Klaus-Dieter Brühl

Meißen. Alle drei bisherigen CDU-Wahlkampfauftritte von Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen in Sachsen fanden im Landkreis Meißen statt. Sowohl in Radebeul als auch in Großenhain und Riesa kamen auch viele AfD-Anhänger zu den Veranstaltungen. 

Maaßens Thesen wie „Rechtsradikalismus und Rechtspopulismus müssten streng getrennt und nicht ständig in einen Topf geworfen werden“ oder „Private Seenotrettung unterstütze das Geschäftsmodell der Schlepper“ fanden großen Anklang.

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Nach Auskunft des Chefs der sächsischen Werte-Union in der CDU, Ulrich Link, ist ein weiterer Maaßen-Auftritt in Sachsen geplant. Den genauen Ort wollte Link aber noch nicht bekannt geben. 

Offensichtlich haben die Auftritte Maaßens den Meißner CDU-Direktkandidaten nicht geschadet, denn laut den neuesten Trends von wahlkreisprognose.de liegt Matthias Rößler in seinem Wahlkreis immer noch vorn. Die drei anderen haben den Abstand zur AfD immerhin verkleinern können. Dennoch sind die Maaßen-Thesen innerhalb der CDU umstritten. Auch Ministerpräsident Michael Kretschmer scheint darüber nicht begeistert zu sein.

Schroffe Ablehnung kam vom Koalitionspartner. Sachsens SPD-Chef Martin Dulig sieht in Maaßen einen Kronzeugen von AfD, Pegida und Co. „Selbst wenn es Rößler nutzen sollte, das wird Sachsen schaden.“ Der Riesaer CDU-Direktkandidat Geert Mackenroth, der als liberal-konservativ gilt, sagte dazu: „Wenn sich jemand darüber wundert, dass ich mit Maaßen rede, so ist das nicht mein Problem. Ich rede ja auch mit Gregor Gysi.“ 

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