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Madeleine wird vernascht

Im Landkreis Riesa-Großenhain hat die Erdbeersaison begonnen. Wer selber pflückt,kommt billiger an dieroten Feldfrüchte.

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Von Julia Polony

Gävernitz

Honeoye und Madeleine sind frühe Erdbeersorten, die nur darauf warten, gepflückt und vernascht zu werden. Ab morgen können die leckeren roten Früchte auf der Plantage der Kmehlener Agrarprodukte GmbH geerntet werden.

Auf dem drei Hektar großen Feld zwischen Gävernitz und Piskowitz können die Leute selbst pflücken, für zwei Euro pro Kilogramm. Fünf verschiedene Sorten werden angebaut. „Sie unterscheiden sich im Geschmack und der Reifezeit“, erklärt Geschäftsführer Volkmar Zietzschmann. Er schätzt, dass die Erdbeerernte in diesem Jahr durchschnittliche Erträge bringt.

Wegen der kühlen Temperaturen habe sich der Erntebeginn verzögert. „Unsere ersten Erdbeerpflanzen sind erfroren“, bedauert Zietzschmann. Doch nun kann die Selbstpflücke der frühen Sorten los gehen. Aber auch wer keine Lust hat, die Erdbeeren vom Strauch zu rupfen, muss nicht auf die vitamin-C-reichen Früchtchen verzichten. „Es stehen immer ein paar volle Körbchen fix und fertig zum Kauf bereit“, verspricht Volkmar Zietzschmann. Bis etwa zum 10. Juli soll die Erdbeersaison in Gävernitz dauern. Bleibt es kühl, geht die Ernte länger. Wird es heiß, ist die Erdbeerzeit schneller vorbei. Vor zu wenig Regen braucht sich Volkmar Zietzschmann nicht zu fürchten, denn eine computergesteuerte Bewässerungsanlage sorgt für einen gleichmäßig feuchten Boden.

Blattersleben

Ein gutes Erntejahr erwartet Thomas Ibisch vom Obsthof Ibisch Blattersleben. „Das Wetter ist eigentlich ideal“, sagt er. „Gut, die Sonne könnte ein bisschen mehr scheinen.“ Aber zu heiß sollte es nicht sein, denn dann würden die Erdbeeren schnell matschig werden. Von den drei Sorten, die angepflanzt werden, ist die Honeoye gerade erntereif. Danach gibt es die Elsanta. Im Obsthof werden eineinhalb Kilogramm Erdbeeren für rund 4,50 Euro verkauft. „Der Preis schwankt täglich“, sagt Thomas Ibisch. Im eigenen Hofladen in Blattersleben können die Leute täglich von 9 bis 18 die gepflückten Früchte haben. Dienstags und donnerstags gibt es frische Erdbeeren auf dem Markt in Großenhain und am Sonnabend auf dem Markt in Nünchritz.

Lonnewitz

„Die Ernte ist bei uns schon voll im Gange“, sagt Manuel Holzbauer vom Erdbeer- und Spargelhof Brummer. Seit einer Woche verkaufen sie Erdbeeren in Lonnewitz ab Feld. Selbst gepflückt kostet das Kilo 2,20 Euro, wer pflücken lässt, bezahlt 3,20 Euro. Außerdem bietet Brummer das Obst zu den Markttagen in Großenhain an. Es ist das erste Jahr, in dem das über einen Hektar große Feld mit Erdbeerpflanzen bestellt wurde. „Wir sind mit dem Ertrag bisher zufrieden. Weil wir die frühen Sorten mit Fließ abgedeckt haben, sind wir der Konkurrenz jetzt rund eineinhalb Wochen voraus“, sagt Holzbauer.

Oelsitz

Auch im Erdbeerland Mantsch in Oelsitz werden die roten Früchtchen fleißig gepflückt. Auf dem ein Hektar großen Feld kann man von Montag bis Sonnabend von acht bis 18 Uhr und sonntags von acht bis 15 Uhr seine Eimer und Körbchen mit Erdbeeren füllen.