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Niesky

Männertag wird zum Ausflugstag

Der Inselsee-Betreiber öffnet seinen Imbisscontainer. Ganz Mutige können im See baden. Aber auch anderenorts ist eingeschränkte Geselligkeit möglich.

Marcel Jentho hat den Inselsee Kaltwasser gepachtet und bietet seinen Gästen jetzt den Imbiss aus einem festen Container an.
Marcel Jentho hat den Inselsee Kaltwasser gepachtet und bietet seinen Gästen jetzt den Imbiss aus einem festen Container an. © André Schulze

Die Freude ist Marcel Jentho anzusehen. Dieser Tage kam ein schwarzer Container per Lkw an den Inselsee bei Kaltwasser gefahren. "Ich hatte schon Sorge, dass der Lkw nicht durch die Bäume kommt, aber am Ende ging alles gut", sagt der Pächter. Am Donnerstag will er hier seine ersten Bratwürste verkaufen.  

Ausgestattet ist der Container mit einer kompletten Küche einschließlich Geräten für die Zubereitung von Speisen. Vorbei sind damit die Zeiten, als Marcel Jentho mit einem Verkaufswagen im Schlepp an den See rollte. "Im Container ist viel mehr Platz, vor allem in der Höhe. Da stößt man mit dem Kopf nicht mehr gegen das Dach", erzählt der Jungunternehmer. Denn er unternimmt einiges an diesem idyllischen See, das zur Zufriedenheit seiner Badegäste beiträgt.  

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Sand für einen größeren Strand

Der Zugang zum Strandbereich vom Parkplatz aus wurde in Höhe des Gewässers in den vergangenen Wochen verbreitert. Früher ein schmaler und schiefer Pfad, ist jetzt das Ufer mit Kies befestigt und soll mit Sand noch als Strand aufgefüllt werden. Da dieser Weg nun die Breite eines Pkw hat, musste Marcel Jentho vorbeugen, damit seine Gäste nicht gleich bis ans Wasser mit dem Auto fahren. Ein Querbalken und eine Kette versperren Kraftfahrzeugen die Zufahrt. Radfahrer können passieren, sind aber aufgefordert, abzusteigen und ihr Fahrrad zu schieben.     

Der Biehainer rechnet damit, dass er weitere 30 Tonnen Sand für diesen Bereich des Strandes braucht. Dazu kommen weitere 50 Tonnen Sand, die am Hauptstrand zu verteilen sind. Das soll alles in dieser Saison noch passieren. Dazu hat er Rasen angesät, der inzwischen zu einer grünen Liegewiese herangewachsen ist. Für den Brandschutz hat Jentho ebenfalls vorgesorgt. Eine Wasserleitung ist unter der Grasnarbe verlegt. Sie wird im Brandfall mit Wasser aus dem See gespeist und funktioniert wie eine Beregnungsanlage.     

Eintritt bleibt bei 2,50 Euro

Damit ist in den vier Jahren, seit Marcel Jentho das Gelände gepachtet hat, einiges passiert, was den Badegästen den Aufenthalt  angenehmer macht. Das bestätigen seine Besucher, auch damit, dass sie selbst auf Ordnung und Sauberkeit achten - und ihren Eintritt bezahlen. Der Preis bleibt auch in dieser Saison konstant: 2,50 Euro pro Erwachsener.   

Auf einen guten Zulauf hofft der Pächter am Wochenende, beginnend am Donnerstag zu Himmelfahrt. "Ich bin darauf vorbereitet, wenn es auch schwer einzuschätzen ist, wie viele Leute an den Inselsee kommen werden." Deshalb wird es als Imbiss nur Bratwurst geben. Wieder ein Schwein zu grillen, ist Jentho zu riskant, wenn sich nicht alles verkaufen lässt. Auch Musik wird es im bisher bekannten Maß nicht geben. Einen DJ zu engagieren wurde ihm von Amts wegen untersagt - mit der Begründung, dass die Musik zum Tanzen anregt und der Mindestabstand bei den Tanzenden nicht gewahrt bleibt. 

Welche Ausflugsziele locken noch?

Rothenburg. Tino Kittner lässt zum Männertag seine Schlauchboote in die Neiße und lädt zu Bootstouren ab Rothenburg ein. "Die Nachfrage ist sehr groß, bis auf vier Boote ist schon alles belegt", sagte der Neiße-Tours-Chef am Dienstag. Wer am Donnerstag keinen Platz mehr bekommt, sollte das Wochenende nutzen. Eine Besonderheit ist in diesem Jahr: Reine Männerpartien wird es nicht geben. "Die Boote bleiben den Familien vorbehalten, dabei nehmen wir bis zu zwei Familien pro Boot auf", betont Kittner.    

Zentendorf. In der Geheimen Welt von Turisede geht es ruhiger zu als sonst. Keine Veranstaltungen, keine Musik zum Männertag. Eugen Valtin, Sprecher des Freizeitparkes an der Neiße, sagt, dass alle gastronomischen Einrichtungen wie der Park insgesamt an dem Tag von 10 bis 18 Uhr geöffnet haben. "Nur das Neißecafé am Bootssteg und der polnische Teil der Anlage bleiben von deutscher Seite aus geschlossen." Eine generelle Maskenpflicht besteht in dem Freizeitpark nicht, nur wenn es eng mit den Besuchern wird, dann sollte jeder eine Mund-Nasen-Maske aufsetzen.   

Thräna. Der Freizeit- und Campingpark in Thräna ist ebenfalls auf die Ausflügler vorbereitet. Inhaber Joachim Mitschke sagt, dass es den alljährlichen Tag der offenen Tür in dieser Form am Donnerstag nicht geben wird. "Wir bieten einen kleinen Biergarten zum Verweilen an, in dem es einen Imbiss und am Nachmittag Kaffee und Kuchen geben wird. Das ist alles abhängig von der Zahl der Besucher, denn die Plätze mussten wir begrenzen." Das trifft auch auf die Gäste mit Zelt und Wohnwagen zu. Die Stellplätze wurden reduziert, um den Mindestabstand zu gewährleisten. 

Jauernick-Buschbach. Wenn auch der berühmte Hochzeitsmarkt in diesem Jahr durch das Coronavirus und seine Folgen ausfallen muss, ist der idyllische Ort doch einen Ausflug über den Männertag hinaus wert. Der "Berggasthof" hat seinen Biergarten und  die Gaststätte geöffnet. Inhaber Andriko Zimmermann empfiehlt, telefonisch vorab zu reservieren. "Am Männertag sind wir bereits so gut wie ausgebucht, deshalb sollte man lieber auf die nachfolgenden Tage ausweichen." 

Steinölsa. Ohne Blasmusik und Schwein am Spieß wird in der Gaststätte "Zur Hohen Dubrau" Männertag gefeiert. Dazu wird der angrenzende Park genutzt, um die Mindesabstände zwischen den Gästen zu gewährleisten.  Dort können sich die Gäste ab 10 Uhr Bratwurst, Steak und Fleischspieß schmecken lassen, zählt Inhaberin Susanne Hoppenz auf. Dazu gibt es eine Auswahl an Getränken bis hin zur roten Fassbrause.

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