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Mättigschule hat wieder trockene Füße

Mättigstraße. Zurzeit wird der Keller des Hausesausgebaut. Im Sommer soll alles fertig sein.

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Von Carmen Schumann

Auch die ältesten Lehrer der Gregor-Mättig-Grundschule können sich nicht erinnern, dass die Mauern im Kellergeschoss jemals trocken gewesen sind. Dadurch roch es immer etwas muffig. Norbert Klein von der Baufirma Hochkirch Bau kann sich das auch erklären: „Das Bauwerk ist ringsum von Lehmboden umgeben und wir fanden lockere Füllmassen.“ So war es im dritten Bauabschnitt der Sanierung die vordringlichste Aufgabe, das Gebäude trocken zu legen.

Die Arbeiten wurden zu Beginn des laufenden Schuljahres aufgenommen. Inzwischen sind sie so weit fortgeschritten, dass man sagen kann, die Schule hat wieder „trockene Füße“. Nachdem das Natursteinmauerwerk vollständig freigelegt war, wurde anschließend eine Bitumenschicht aufgebracht. „Auch in allen Kellerräumen musste der Putz von den Wänden gehackt werden“, berichtet Schulleiter Ingolf Hillmann. Seine Lehrer und die Schüler müssen derzeit mit allerlei Einschränkungen leben. Mal abgesehen von der Lärmbelästigung werden jetzt etliche Zimmer in den Obergeschossen doppelt genutzt, weil die Räume im Keller nicht zur Verfügung stehen. Doch da sich alle auf das Ende der Bauarbeiten freuen, nehmen sie die Einschränkungen in Kauf.

Der Hort, der sich früher auf dem Gelände des Kinder- und Jugendzentrums „Wally“ befand, ist seit zwei Jahren mit in der Schule untergebracht. So müssen Klassenräume auch als Horträume dienen. Und die Aula ist zurzeit als Speiseraum zweckentfremdet. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres sollen diese Einschränkungen jedoch Geschichte sein. Dann kehren auch wieder die beiden Speiseräume und der Werkraum an ihren angestammten Platz im Keller zurück.

Die Räumlichkeiten im Keller haben inzwischen nicht nur einen dem Nutzungszweck angepassten neuen Zuschnitt bekommen, sondern sind auch neu verputzt worden. Der Fußboden wurde teilweise tiefer gelegt und frisch mit Estrich ausgegossen. Derzeit wird die neue Lüftungsanlage verlegt; auch die Heizungs- und Elektroinstallationen wurden erneuert.

Besonders freut sich der Schulleiter darüber, dass für die Aufbewahrung der Tretautos und anderer Spielgeräte für die Hortkinder ein extra Raum geschaffen wird, der von außen über eine schiefe Ebene zu erreichen ist. „Damit brauchen endlich die schweren Spielsachen nicht mehr über die Treppen herunter getragen werden“, merkt Ingolf Hillmann an. Außerdem findet im Keller die Hausmeisterwerkstatt mit Nebengelass sowie Lager- und Umkleideräume für das Küchenpersonal Platz.

Der Schulleiter sieht nun erwartungsvoll dem letzten Bauabschnitt entgegen: „Nachdem wir in den ersten Abschnitten den Sanitärtrakt und die Turnhalle rekonstruiert haben, wartet jetzt der Altbau auf seine Runderneuerung.“ Hier müssen vor allem Fenster und Stromleitungen ausgetauscht werden.