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Mafa wird zur neuen Wohnadresse

Ein reichliches halbes Jahr nach dem Verkauf kommt Bewegung auf die Brache. Sie soll einmal das Zuhause von bis zu 1.500 Menschen werden.

Noch sieht es nicht danach aus, doch das alte Mafa-Gelände soll Heidenaus neue Mitte werden.
Noch sieht es nicht danach aus, doch das alte Mafa-Gelände soll Heidenaus neue Mitte werden. © Daniel Schäfer

Im vergangenen Februar war es endlich so weit: Das Gelände der ehemaligen Maschinenfabrik Heidenau wurde für 2,8 Millionen Euro verkauft. Im Rahmen der jahrelang angestrebten Zwangsversteigerung erwarb die Dresdner Brockhaus Projektierungsgesellschaft das Areal. Seit Februar hat das Unternehmen nach Klärung aller Formalitäten Zugriff und legt los. 

Aufräumen und präsentieren

Erste Beräumungen sind bereits erfolgt, mit den über 70 Mietern muss Klarheit geschaffen werden, sagt Dr. Thomas Stern, einer der beiden Gesellschafter.  Drei Architekturbüros erarbeiten im Rahmen eines Werkstattverfahrens ihre Ideen für das rund sieben Hektar große Areal. Eine Zwischenpräsentation, Workshops und eine Abstimmung mit der Stadtverwaltung und dem Landratsamt fanden bereits statt. Die Endpräsentation ist für den 17. Juli vorgesehen. Danach werde sich die Brockhaus-Gesellschaft entscheiden. "Das wird spannend", sagt Stern und meint nicht nur die Präsentation.

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Der neue Eigentümer hat mit dem Aufräumen begonnen. Er muss zudem rund 70 Mietverhältnisse auf dem Gelände klären.
Der neue Eigentümer hat mit dem Aufräumen begonnen. Er muss zudem rund 70 Mietverhältnisse auf dem Gelände klären. © Daniel Schäfer

Schon jetzt ist klar: Die Mafa wird zum neuen Heidenauer Stadtteil. Auf 70 Prozent der Fläche sollen  Wohnungen entstehen. Die Größenordnung liegt bei bis zu 600 und damit rund 1.500 Menschen. Bei einem solchen Zuwachs von Einwohnern sind auf den 30 Prozent Flächen neben Gewerbe auch öffentliche Einrichtungen wie eine Schule und eine Kita im Gespräch. Das seien Forderungen der Stadt, sagt Stern. 

Bürgermeister Jürgen Opitz (CDU) bestätigt das. Bisher hatte man noch allgemein von öffentlichen Einrichtungen und Konsequenzen für die Kita- und Schullandschaft Heidenaus gesprochen. Mit so vielen Menschen und Gebäuden ist klar, Heidenau bekommt mit seiner neuen Mitte auch einen neuen Stadtteil.

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Spannend wird auch die Einbeziehung der sechs denkmalgeschützten Häuser, die erhalten werden müssen. Ihre Einbeziehung in die Neubauten kann Heidenaus neue Mitte architektonisch und städteplanerisch ebenfalls spannend machen. An der Seite zur Heinrich-Heine-Straße soll sich die Bebauung am Stil der dortigen Häuser orientieren. Die Bereiche für nicht störendes Gewerbe sind im Bereich der Bahngleise vorgesehen. Die Verbindung von Wohnen und Arbeiten gehört zu den weiteren Herausforderungen für die Investoren. 

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