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Magistralenbau in Horka startet

Nach Ostern beginnt der Umbau der Staatsstraße 121 am Güterbahnhof. Das bedeutet Umleitung und Ampeln.

Von Katja Schlenker

Die Bahn macht ernst. Nach Ostern wird die Staatsstraße 121 am Horkaer Güterbahnhof umverlegt. In den vergangenen Wochen sind bereits Bäume und Gestrüpp entlang dieses Abschnitts der künftigen Niederschlesischen Magistrale verschwunden. Derzeit sind die Arbeiter dabei, die alten Gleise und Weichen abzubauen, wie Andreas Biedermann von der Baufirma Strabag Rail am Dienstagabend bei einem Informationstreffen erklärt. Als Nächstes werden zwei Brücken errichtet. Die eine führt direkt über die sechs Gleise, die andere über den Großen Graben. Dort soll künftig die Zufahrt zur Gleisbrücke entlangführen. Ziel ist es, dass die neue Staatsstraße 121 bis zum Jahresende fertig sein wird.

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Doch unterdessen müssen die Autofahrer über Umwege von Horka nach Rothenburg fahren. „Da der Damm für die neue Straße teilweise auf der alten liegt, muss diese zeitweise gesperrt werden“, sagt Andreas Biedermann. Bis zu elf Meter hoch wird das Erdreich für die Rampe zur Brücke aufgeschichtet. Dort, wo derzeit das Buswartehäuschen am Abzweig zum Güterbahnhof steht, wird künftig der Damm verlaufen.

Kummerkasten geplant

Damit die neue Straße ungestört gebaut werden kann, wird der Verkehr für zwölf Wochen über Uhsmannsdorf umgeleitet. Autofahrer müssen dann noch vor den Gleisen am Horkaer Bahnhof links in die Neue Straße einbiegen und auf diesem Wege über die Ortschaft nach Rothenburg fahren. Geplant ist, die sechs Wochen Sommerferien vom 21. Juli bis zum 29. August auszunutzen. Die Bahn hofft, dass in dieser Phase wegen der Urlaubszeit weniger Pendler auf den Straßen unterwegs sind. Auch der Verkehr an Schulbussen spielt bei dieser Überlegung eine Rolle.

Wenn diese Sperrzeit überstanden ist, wird der Verkehr an der neuen Staatsstraße 121 vorbeigeleitet. Dafür wird eine einspurige Ersatzstraße angelegt. Der Verkehr wird mittels Ampel über das Provisorium geleitet. Der Lkw-Verkehr hingegen soll während der Sperrung weiträumig umgeleitet werden.

Bereits ab Mai werden dann auch andere Übergänge gebaut, so zum Beispiel die Brücke bei Kahlemeile oder der Bahnübergang an der Wasserscheide in Biehain. Die Brücke in Kahlemeile soll von Juni 2014 bis April 2015 gesperrt und neu gebaut werden. Der Bahnübergang an der Wasserscheide wird von Mai 2014 bis April 2015 gesperrt. Da der Bahnübergang fortan wegfällt, wird an dieser Stelle ein Tunnel für Radfahrer und Fußgänger gebaut.

Doch was wird aus denen, wenn beide Bahnübergänge gesperrt sind, fragt ein Anwohner. Die Deutsche Bahn kann nicht erwarten, dass die Radler über Uhsmannsdorf fahren, wenn sie zum Einkaufen nach Rothenburg wollen. Jedoch soll es so nicht kommen, wie Projektleiter Ulrich Mölke von der DB Projektbau GmbH zusichert. „Für Fußgänger und Radfahrer schaffen wir andere Stellen, wo sie niveaufrei kreuzen können“, sagt er. Ulrich Mölke und sein Team sind dankbar für die Hinweise der Anwohner. Zudem soll es eine Art Kummerkasten während der Bauarbeiten geben. Eine entsprechende E-Mail-Adresse soll eingerichtet werden. „Die Suche nach einer neutralen Adresse läuft gerade“, sagt Ulrich Mölke. Eine Liste mit Telefonnummern, wo die Anwohner ihre Probleme und Sorgen loswerden können, soll an der Bauüberwachungszentrale am Güterbahnhof ausgehängt werden.

Danach gefragt, wie die Anwohner künftig über die Fortschritte des Projektes informiert werden sollen, schlägt Horkas Bürgermeister Christian Nitschke (CDU) vor, dass eine Kontaktliste der Bahn auch im Gemeindeamt ausliegt. „Regelmäßige Treffen, vierteljährlich oder auch außer der Reihe, sollte es geben“, sagt er. Das kann sich Projektleiter Ulrich Mölke ebenso vorstellen, wie einen Tag der Baustelle, an dem sich alle Interessierten einmal auf dem Areal am Güterbahnhof umschauen können.