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Döbeln

Maler und Musiker trotzen Corona

Der Leisniger Christbert Steude kann seine Ausstellung im Kloster eröffnen - nicht mit Pauken, aber mit Trompeten.

In den neuen Ausstellungsräumen im Abthaus des Klosters Buch zeigt der Leisniger Maler Christbert Steude die Natur von ihrer schönsten Seite.
In den neuen Ausstellungsräumen im Abthaus des Klosters Buch zeigt der Leisniger Maler Christbert Steude die Natur von ihrer schönsten Seite. © Lars Halbauer

Leisnig. Die Lockerungen im Umgang mit der Corona-Pandemie machen es jetzt möglich: Christbert Steude und die Mitglieder des Fördervereins Kloster Buch dürfen am Sonntag Gäste empfangen. Von einer sang- und klanglosen Eröffnung der Abthaus-Ausstellung 2020 muss also nicht mehr die Rede sein.

Zunächst werden die Besucher im Klosterhof begrüßt. Dorthin hat Christbert Steude auch die Musiker des Blechbläserquintetts Skypia-Brass Leipzig-Halle eingeladen. Steude musiziert selbst im Posaunenchor der Leisniger Kirchgemeinde und kann die Freude der Profis nachvollziehen, endlich einmal wieder ein kleines Konzert geben zu können. „Schließlich hatten auch sie wegen Corona kaum Gelegenheit, aufzutreten“, begründet Christbert Steude.

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Den musikalischen Genuss gönnt der Leisniger sich und seinen Gästen anlässlich seines 60. Geburtstages, den er vor kurzem gefeiert und auf den er aber auch schon langfristig hingearbeitet hat. „Ein großer Teil der 24 Pastelle, die ich hier zeige, sind erst in den letzten zwei Jahren entstanden“, sagt Steude. Seine Auswahl hat er unter der Überschrift „Himmel, Erde, Luft & mehr“ getroffen. Die Motive dafür hat er in Baabe auf der Insel Rügen, in Wermsdorf oder im Kemmlitz gefunden, wo er die Stimmungen an einem See in verschiedenen Jahreszeiten festgehalten hat.

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Auch zwei Leisniger Motive können die Besucher entdecken. Auf diese kleine Zahl hat sich Christbert Steude bewusst beschränkt. Es sei nicht leicht, immer mal wieder einen Blickwinkel zu finden, den Maler vor ihm noch nicht auf die Leinwand gebracht haben. Daher sucht Steude nach Wolkengebilden oder Lichtstimmungen wie den Sonnenuntergang, die viele seiner Arbeiten besonders machen. Selbst eine Ackerfurche mit Schattenspiel von Bäumen am Wegesrand haben für den Leisniger einen Reiz und sind es ihm wert, auf eine Leinwand gebracht zu werden.

Am Dienstag hat Christbert Steude seine Arbeiten in den drei neuen Ausstellungsräumen im Abthaus des Klosters aufgehangen. Mit der Auswahl der Werke und deren farblicher Wirkung in den historischen Räumen ist er überaus zufrieden. Das Ambiente passt – auch in den Reigen der bisherigen Ausstellungsorte. Zu seinem 40. Geburtstag hatte Steude die Möglichkeit, auf Burg Mildenstein Werke zu zeigen, zehn Jahre später in der kleinen Galerie in Döbeln.

Außer in der Region hat der Leisniger zum Beispiel in der ostwestfälischen Partnerstadt Bünde, in Fürth, Leipzig, Dubai und Dittelsheim-Heßloch in Rheinland-Pfalz ausgestellt. Aus diesem Gebiet stammen auch die Weine, die der gelernte Werkzeugmacher seit 1992 hauptberuflich als Weinberater vertreibt. Einige Kunden erwartet er auch zu seiner Ausstellungseröffnung am Sonntag. Manche werden Steude dann von seiner Seite als Maler kennenlernen. Die Einladungen hat der Leisniger bewusst weit gestreut – von Baabe über Leipzig bis in die Umgebung. Vor allem den Auswärtigen will er zeigen, wie schön es in seiner Heimat ist.

Himmel, Erde, Luft & mehr: Ausstellung mit Pastellen von Christbert Steude ab Sonntag bis 31. Oktober im Abthaus des Klosters Buch zu sehen. Vernissage am 24. Mai um 14 Uhr.

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