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Malerin Ann Siebert tot

Die gebürtige Engländerin, die seit 1952 in Dresden lebte, starb wenige Tage vor ihrem 103. Geburtstag.

Ein Selbstporträt von Priscilla Ann Siebert aus den 1960er-Jahen, eine Collage mit Muscheln und Seestern.
Ein Selbstporträt von Priscilla Ann Siebert aus den 1960er-Jahen, eine Collage mit Muscheln und Seestern. © Inge Jann/PR

Die Dresdner Malerin und Illustratorin Priscilla Ann Siebert Thornycroft ist in der Nacht vom 12. auf den 13. April , wenige Tage vor ihrem 103. Geburtstag, gestorben. Seit 1952 lebte die gebürtige Engländerin in Dresden. Die Liebe zu einem deutschen Kommunisten und Widerstandskämpfer, Hans Siebert, hatte sie nach dem 2. Weltkrieg in die DDR geführt.

In ihren Bildern reflektierte sie persönliche Erlebnisse und kommentierte gesellschaftliche Ereignisse, setzte sich in Stillleben mit der Schönheit und der Gefährdung von Pflanze und Tier auseinander. Das sind keine grellen und verstörenden, sondern eher kontemplative Bilder, in denen immer wieder auch ihr typisch englischer Humor aufblitzt.

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Sieberts Werke finden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen wie der Städtischen Galerie Dresden. Das Albertinum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden besitzt von ihr unter anderem die Gemälde „Südengland im Schnee“ von 1944 und „Hermsdorf“, ebenfalls eine Winterlandschaft, von 1978. Erst kürzlich wurde ein Gemälde, von 1940 das die Bombardierung Londons zum Thema hat, in die Ausstellung integriert.

Bis zuletzt war die Malerin aktiv. Im vorigen Jahr richtete ihr der Galerist Holger John zum 101. Geburtstag eine umfassende Personalausstellung aus, für die sie aktuelle Bilder beisteuerte und der sie den Titel gab: "Ende der Vorstellung?".

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