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Malter-Bäder bis an die Grenze gefüllt

Eigentlich wäre noch Platz gewesen auf den Liegewiesen. Aber in Corona-Zeiten gelten andere Regeln, auch in den Freibädern.

Es wäre noch Platz gewesen auf den Liegewiesen an der Talsperre Malter, dann wären aber die vorgeschriebenen Hygieneabstände nicht mehr eingehalten worden.
Es wäre noch Platz gewesen auf den Liegewiesen an der Talsperre Malter, dann wären aber die vorgeschriebenen Hygieneabstände nicht mehr eingehalten worden. © Karl-Ludwig Oberthuer

Überfüllt waren die Strandbäder an der Talsperre Malter am vergangenen Wochenende eigentlich nicht, wenn man sich zum Vergleich an frühere Sommer erinnert. Aber in Corona-Zeiten müssen sie den Besuchern viel mehr Platz bieten, als es früher notwendig war. Deswegen mussten die Kassenmitarbeiter jetzt an dem heißen Wochenende Besucher zurückschicken oder um Geduld bitten. Sie durften erst wieder neue Gäste reinlassen, wenn jemand das Bad verlassen hat. 

Vor zwei Wochen hatten die Strandbäder zum ersten Mal ihre Kapazitätsgrenze erreicht, jetzt hat sich das zweimal wiederholt. „Das ist eine Folge des Hygiene-Konzepts“, sagt Marlen Alexander, Geschäftsführerin der Weißeritztal-Erlebnisgesellschaft. Dieses Tochterunternehmen der Stadt Dippoldiswalde bewirtschaftet die Strandbäder, die Campingplätze und das Erlebnisbad an der Talsperre.

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15 Quadratmeter für jeden Badegast

Die Zahl der zulässigen Badegäste wird aus der Grundfläche der Bäder errechnet. 15 Quadratmeter sollten für einen Badegast bereitstehen, damit er den Hygieneabstand einhalten kann, der in Corona-Zeiten empfohlen wird. Am meisten Platz ist in Seifersdorf. Dort dürfen rund 1.000 Gäste ins Bad, in Malter 400 und in Paulsdorf 800. 

„Jetzt am Wochenende waren vor allem die Schattenplätze beliebt. In Seifersdorf haben wir ja schöne Bäume auf dem Gelände. Da konnte jeder eine geeignete Fläche finden“, sagt Alexander. Mit rund 24 Grad Wassertemperatur ist die Talsperre auch schon angenehm warm.

Hier am Strandbad Malter mussten Badegäste auf den Einlass warten.
Hier am Strandbad Malter mussten Badegäste auf den Einlass warten. © Karl-Ludwig Oberthuer
Im 24 Grad warmen Wasser der Talsperre herrschte Trubel.
Im 24 Grad warmen Wasser der Talsperre herrschte Trubel. © Karl-Ludwig Oberthuer
Die Parkplätze waren ausgelastet. Aber entlang der Straßen standen weniger Autos als in früheren Jahren.
Die Parkplätze waren ausgelastet. Aber entlang der Straßen standen weniger Autos als in früheren Jahren. © Karl-Ludwig Oberthuer

So schöne Badewochenenden wie das zurückliegende helfen der Erlebnisgesellschaft, den finanziellen Verlust wieder aufzuholen, den sie im Frühjahr wegen der Schließung erlitten hat. Gerade in der Übergangszeit, wenn Sauna und Erlebnisbad sehr gefragt sind, mussten diese Einrichtungen komplett geschlossen bleiben.

Unter normalen Bedingungen könnte die Talsperre Malter natürlich noch mehr Gästen ein Badevergnügen bieten. In den vergangenen Jahren gab es richtige Mega-Wochenenden mit über 5.000 Gästen in den Strandbädern. Das wird dieses Jahr nicht mehr zu erreichen sein, ganz unabhängig vom Badewetter. „Vereinzelt hatten wir natürlich Besucher, die kein Verständnis für die begrenzten Besucherzahlen hatten“, sagt Alexander. „Vor allem, weil es auf den Liegewiesen noch nicht gedrängt voll aussieht.“ Aber hier gelten eben die Abstandsregeln.

Campingplätze voll mit einheimischen Gästen

Alexander beobachtet diese Saison auch, dass an warmen Wochentagen ebenso viele Gäste an der Malter sind wie an Sonnabenden und Sonntagen. Das war in früheren Jahren kaum der Fall, da waren die Wochenenden weitaus am besten besucht. Das könnte damit zusammenhängen, dass mehr Sachsen als sonst ihren Urlaub in der heimischen Umgebung verbringen und dann auch mal an einem Werktag Zeit zum Baden haben. Teilweise kommen auch Gäste aus Dresden an die Malter, die beim dortigen System, wo man sich vorher ein Online-Ticket fürs Bad holen muss, nicht zum Zuge gekommen sind. Sie hoffen dann, dass sie hier noch ihr Vergnügen erleben können.

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Den Bädern kommt auch zugute, dass die Campingplätze an der Talsperre voll ausgebucht sind, vorwiegend mit deutschen Besuchern. Niederländer, die ja für ihre Liebe zum Camping berühmt sind, machen diese Saison einen kleineren Anteil aus als sonst. Dänen sind noch einige vertreten, ansonsten nur vereinzelt Österreicher, Schweizer oder Franzosen. Die Corona-Bedingungen haben das Gästeverhalten auch beim Camping spürbar verändert. Für die Campinggäste ist ein Bad in der Talsperre das nächstliegende Vergnügen, das sich ihnen bietet. 

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