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"Man hatte ein ungutes Gefühl auf dem Platz"

Dynamos Kapitän Jannik Müller spricht im Interview über das Unentschieden in Darmstadt und darüber, was das Team daraus lernen kann. 

© Uwe Anspach/dpa

Jannik Müller, wie ordnen Sie Dynamos 0:0 in Darmstadt ein?

Die Enttäuschung überwiegt. Wir hatten viel Licht, aber auch viel Schatten. In den ersten 20, 25 Minuten waren wir nicht richtig auf dem Platz, haben viele einfache Fehler gemacht. Darmstadt hatte zwar nicht die ganz großen Chancen, aber man hatte ein ungutes Gefühl auf dem Platz. Es war gut, dass wir uns reingekämpft und dann die Dominanz ausgestrahlt haben. Am Ende müssen wir mit dem Punkt leben.

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Wie bekommt man mehr Zielstrebigkeit und Torgefahr rein?

Wir hatten zwei, drei Chancen, eine hundertprozentige. Pech, dass wir den nicht machen (Pfostenschuss von Alexander Jeremejeff/d. A.). Aber das ist generell schwer. Man sieht das auch bei großen Teams. Wenn sich der Gegner hinten reinstellt, ist es schwierig durchzukommen, man muss immer weiter bohren, auf die Möglichkeit warten – und wenn sie da ist, muss man sie nutzen. Das ist unser Manko. Deshalb gilt es, die Torchancen noch konsequenter herauszuspielen und das Ding über die Linie zu drücken. Dann wird es eine schöne Saison, davon bin ich überzeugt.

Sie haben sich am Ende als Verteidiger selbst in die Offensive eingeschaltet. Wollten Sie es unbedingt erzwingen?

Ja, stimmt. Wir wollten alle unbedingt gewinnen, weil wir das Gefühl hatten: Wir waren dominant nach den 25 Minuten, hatten klar die Kontrolle. Da versucht man einfach alles, also auch als Verteidiger, vorne den Unterschied zu machen.

Was nehmen Sie mit außer dem Punkt?

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Man muss das Positive sehen. Vorige Saison und im Jahr davor haben wir solche Spiele oft noch verloren. Auch wenn es erst einmal bitter ist, gilt es, darauf aufzubauen, Selbstvertrauen draus zu ziehen. Wir sind eine relativ junge Mannschaft und können einiges lernen für unseren weiteren Weg.

Sie sind also optimistisch fürs nächste Heimspiel gegen St. Pauli am Samstag?

Unbedingt. Wir wollen wieder dominant auftreten und dann hoffentlich gewinnen.

Das Gespräch notierte Sven Geisler.

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