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„Man kann keine Glocke über den Tierpark hängen“

Das Feuer im Krefelder Affenhaus lässt auch Riesas Tierpark-Chef nicht kalt. Daran gemessen hat seine Anlage nur kleine Silvester-Probleme.

Von Stefan Lehmann
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Florian Hanisch leitet seit Mitte 2019 den Riesaer Tierpark. Davor arbeitete er im Wildgehege Moritzburg.
Florian Hanisch leitet seit Mitte 2019 den Riesaer Tierpark. Davor arbeitete er im Wildgehege Moritzburg. © Klaus-Dieter Brühl

Riesa. Vom Brand im Krefelder Zoo hat Riesas Tierpark-Chef aus dem Radio erfahren, sagt er. „Eine schlimme Sache, was da passiert ist“, sagt Florian Hanisch über das Feuer, bei dem in der Silvesternacht mehr als 30 Affen starben. Mittlerweile haben sich die mutmaßlichen Verursacher gestellt, ausgelöst wurde das Feuer wohl durch eine Himmelslaterne. 

Gegen so einen Fall wäre auch der Tierpark in Riesa nicht gesichert, sagt Hanisch. „Hier ist nun einmal alles frei. Man kann ja keine Glocke über den Tierpark hängen.“ Ihm und seinen Mitarbeitern sei aber auch nicht bekannt, dass es in der Vergangenheit einmal Probleme durch verirrte Feuerwerkskörper oder ähnliches gegeben hätte. Was nicht heißt, dass Silvester völlig störungsfrei abläuft. Zumindest für die Tiere bedeutet die Knallerei auch eine ungewohnte Belastung.

„Nicht nur zu Silvester“, betont Hanisch, „sondern auch beim Tag der Sachsen, wenn es da an der Freitreppe lauter wurde.“ Die Tierpark-Tiere seien zwar auf der einen Seite mehr gewohnt als ihre Artgenossen in freier Wildbahn. Aber irgendwann wird es ihnen eben doch zu viel. „Dann ziehen sie sich schon zurück, dafür haben sie in den Gehegen Möglichkeiten.“ 

Den jüngsten Jahreswechsel haben die Tiere aber gut überstanden. „Jetzt hoffen wir darauf, dass es nicht zu kalt wird“, sagt Hanisch. Denn bei Winterwetter mit Schnee und Kälte kommen deutlich weniger Besucher in die Anlage.

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