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Man merkt, es weihnachtet

Diese Woche kann man wählen. Zwischen hektischer Suche nach Geschenken und adventlicher Ruhe mit viel Musik.

Von Ines Eifler

Noch drei Wochen bis Weihnachten! Sollte ich etwa schon über Geschenkideen nachdenken? Ich glaube, ich warte einfach noch, bis mir etwas einfällt. Überhaupt soll man sich ja im Advent nicht hetzen lassen, sondern genießen, zur Ruhe kommen, das Jahr so langsam ausklingen lassen. Mit Musik geht das am schönsten. Deshalb hat ja auch die Saison der Weihnachtskonzerte am Sonnabend im Theater begonnen. Die Premiere habe ich schon mal verpasst, die nächsten Konzerte gibt’s dann erst wieder eine Woche später. Und was kommt dazwischen?

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Gemeinsam mit den Landkreisen und kreisfreien Städten hat die Staatsregierung weitere Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie beschlossen.

Morgen Abend, um 19 Uhr spielt zum Beispiel das Brass-Quintett aus Lettland in der Evangelischen Kirche von Ludwigsdorf. Da sind schon ein paar Weihnachtslieder dabei, aber ob mir Posaune, Trompeten, Tuba und Waldhorn nicht zu laut sind? Am Donnerstag treten die Profimusiker aus Riga dann noch mal in der Katholischen Kirche St. Hedwig in Rauschwalde auf.

Am Mittwoch, 19.30 Uhr im Theater stünde noch das Glenn Miller Orchestra mit seinem neuen, nach seiner aktuellen CD benannten Konzert „The Miller Mood“ zur Auswahl. Auch wenn mir Glenn Miller noch nie viel bedeutet hat – für viele andere ist er ein Idol. Und wer den Swing und den Big-Band-Sound der 40er liebt und die „Moonlight Serenade“ oder „Somewhere over the Rainbow“ mal wieder hören möchte, sollte unbedingt hingehen.

Mehr mein Fall wäre jedoch das Konzert „Macht hoch die Tür“ in der Krypta der Peterskirche am Sonnabend, um 17 Uhr mit einem Dresdner Gesangsduo und der Görlitzer Harfenistin Kazumi Hashimoto.

Und am Sonntag erklingt in der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten auf der Bautzener Straße das traditionelle Konzert „Musik zum Zweiten Advent“. Mehr Weihnachtskonzerte in Kirchen gibt es dann in der Woche auf den dritten Advent.

Aber natürlich passiert weitaus mehr in der Stadt als nur Musik. Als großer Lewis-Carroll-Fan möchte ich mir das Kinderstück „Alice im Wunderland“ keinesfalls entgehen lassen. Doch offenbar bin ich nicht gut genug organisiert, um mir eine Theaterkarte für das Stück aus Zittau zu organisieren. Zu spät an eine Reservierung gedacht. Und nun sind alle Görlitzer Vorstellungen so gut wie ausverkauft. Vielleicht hab ich Glück an einem der „Restkartentage“ oder es gibt zufällig jemand sein Ticket zurück?

Eines der wichtigsten Ereignisse in dieser Woche ist selbstverständlich der Nikolaustag am Freitag. Für meine Kinder zumindest. Auch wenn sie meinen Wunsch, sie mögen ihre Schuhe abends gut putzen, damit der Nikolaus sie bis zum Morgen füllen kann, wahrscheinlich merkwürdig finden werden. So zwischen Klettverschluss und wasserdicht? Ich frage mich, welches Kind heute noch blank zu wienernde Lederschuhe trägt.

Am selben Tag um 17 Uhr eröffnet dann der Schlesische Christkindelmarkt in der Altstadt. Mit bekannter bunter Vielfalt. Mit viel Musik, wenn auch Open Air in der Kälte, und vielen interessanten Ständen, die manchmal doch etwas anderes verkaufen, als man sonst so im Handel findet. Und vielleicht kommen mir ja dort auch ein paar Ideen für Weihnachtsgeschenke. Schließlich sind es dann bald nur noch gute zwei Wochen bis zum Fest.