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Manager-Rauswurf sorgt für Wirbel

Völlig überraschend wurde die Quartiersarbeit der bisher Beauftragten beendet. Die Folgen sind nicht überschaubar.

Von Lars Kühl

Einen Tag nach Bekanntwerden des Rauswurfes der Gorbitzer Quartiersmanager steht ein Nachfolger fest. Das Projektbüro Kreißl wird mit mehreren Mitarbeitern die Tätigkeit am Leutewitzer Ring 35 fortsetzen, erklärte Stadtsprecherin Nora Jantzen gestern Abend. Federführend ist dabei Nicole Kreißl. Heute nimmt das neue Quartiersmanagement seine Arbeit im Viertel auf. Die neuen Öffnungszeiten werden Mitte Juli veröffentlicht.

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Geograf Ulrich Krause und Sozialarbeiter Wolfgang Müller, die bisher den Posten hatten, räumten gestern das Büro auf der Höhenpromenade. Das Stadtplanungsamt hatte ihren Vertrag überraschend nicht verlängert. Seit fast zehn Jahren hatten die Manager im Auftrag der Verwaltung Stadtteilarbeit geleistet. Trotz schwieriger Voraussetzungen durch die sozialen Strukturen in Gorbitz und knapper Kassen schafften es Krause und Müller, viele Akteure zusammenzubringen. Außerdem stellten sie unter anderem das Westhangfest auf die Beine, das immer im Sommer stattfand. In diesem Jahr ist unklar, ob es steigt.

Jetzt setzte die Stadt die beiden vor die Tür. Kompetenzen seien überschritten worden. Die Rede war von Alleingängen. Die Stellen wurden nach einer Ausschreibung neu besetzt. Die Entscheidung der Verwaltung stößt auf Ablehnung bei den Cottaer Ortsbeiräten der Grünen, der Linken, der SPD und der Piraten. Sie halten Krause und Müller nach wie vor für geeignet, die übernommenen Aufgaben zu erledigen. Die Folgen der Neubesetzung seien noch gar nicht absehbar.