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Manege frei auf dem Rosensportplatz

Die Grundschüler in Niesky werden Zirkusartisten und laden sich dazu Vorschulkinder ein. Und Vorstellungen gibt es auch.

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© Jens Trenkler

Von Carla Mattern

Niesky. „Meine Damen und Herren und Kinderlein! Das Spektakel kann beginnen für den Zirkus… Ja, endlich sind wieder vier Jahre vergangen, und das heißt: Der Zirkus ist wieder in Niesky bei der Hans- Christian-Andersen-Schule. Dieses Mal mit dem besonderen Namen – Achtung, Trommelwirbel: „Der Zirkus heißt Fidibus! Wieder mal mit Akrobatik, Seiltänzern, auch ein paar Tiere werden vorkommen. Wie immer hoffen alle, ein überragendes Publikum zu haben. Aber was rede ich da: Schauen sie es sich einfach selbst an!“ Was sich ein bisschen liest wie ein Drehbuch oder eine Regieanweisung, das hat Judith Kagelmann aus der Klasse 4 b der Nieskyer Grundschule Hans Christian Andersen geschrieben. Sie gehört zum Reporterteam, das ein ganz besonderes Projekt der Schule bekannt machen möchte.

Für eine Woche sind von heute an Mädchen, Jungen, Lehrerinnen und Lehrer der Grundschule Zirkusartisten beziehungsweise Trainer, Betreuer und was noch so gebraucht wird in einem renommierten Zirkus. Im sogenannten projektbezogenen Unterricht sind die Erst- bis Viertklässler bunt in Gruppen durcheinandergemischt, sagt Lehrerin Rosemarie Christgen. Während ein Teil der Gruppe übt, wird der andere Teil betreut.

Aber nicht nur die Grundschüler werden zu Artisten. Sie haben sich Gäste eingeladen aus der Oberschule und aus Kitas. Die Fünftklässler aus der Oberschule Niesky und Vorschulkinder aus den Kitas des DRK an der Schleiermacherstraße und der Kita des ASB am Sonnenweg dürfen am Projekt teilnehmen. Die Kinder seien schon voller Vorfreude, sagt Lehrerin Carmen Böthig. Und nicht nur sie. Auch viele Eltern sind im Zirkusfieber, bauen das Zelt auf dem Rosensportplatz auf und wieder ab.

Die angehenden Artisten wollen natürlich zeigen, was der Zirkus Fidibus an Attraktionen zu bieten hat. Damit viele Zuschauer zu den öffentlichen Vorstellungen kommen, haben sie bereits ordentlich Werbung gemacht. Das sind beispielsweise Aushänge, Handzettel und sogar Zeichnungen, die als Plakate ausgehängt werden. So wie das von Maja Staneva aus Rietschen. Die Neunjährige hat einen Clown und eine Artistin vor dem Zelt gemalt. Zusammen mit ihrer Schwester Jana aus der 4 b und der Schwester Kalina aus der ASB-Kita werden sie dabei sein.