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Manfred Elsner ist der neue Bürgermeister

Neustadt. Im ersten Anlauf schlägt Manfred Elsner mit 58 Prozent die anderen drei Kandidaten aus dem Rennen.

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Von Heike Sabel

Das war gestern Abend die perfekte Überraschung. Wer auf dieses Ergebnis gewettet hätte, wäre reich geworden. Nicht nur, dass bereits im ersten Anlauf eine Entscheidung gefallen ist, sondern auch die Höhe, mit der Elsner seine Kandidaten hinter sich ließ, ringt den anderen ein „Alle Achtung“ ab. 2 679 Neustädter haben sich den Hohwalder Bürgermeister Manfred Elsner als den neuen Mann im Neustädter Rathaus gewünscht. Klaus Anders von den Neustädtern für Neustadt landet knapp vor Matthias Mews (CDU) auf Platz zwei. 52 Stimmen trennen beide nach dem vorläufigen Wahlergebnis. Anders kam auf 19,5 Prozent, Mews auf 18,3 Prozent. Hans-Joachim Kreuzahler ist mit 4,3 Prozent abgeschlagen. Die Wahlbeteiligung lag bei 55 Prozent.

Verlierer Anders gratuliert

Die CDU verliert mit dem Sieg Elsners nach Stolpen einen weiteren Bürgermeisterposten. Denn obwohl Elsner als Einzelkandidat antrat, ist und bleibt er Mitglied der Liberalen Partei. Den gestrigen Abend verbringt er zu Hause mit der Familie und Freunden, die nach und nach eintrudeln. Elsner gibt zu, dass ihm ein Stein vom Herzen fällt. Vor allem, nachdem ihm in den vergangenen Tagen von einigen signalisiert wurde, er sei zu sachlich. „Ich kann zwar nicht anders, hatte aber daraufhin doch Bedenken.“ Die sind nun bei ihm ausgeräumt. Der Hohwalder Gemeinderat hingegen hat jetzt ein großes Problem. Ihm kommt mit Elsners Sieg nämlich der Bürgermeister abhanden. Wie es in Hohwald weitergeht, darüber wollte Elsner gestern Abend noch nicht reden.

Anders nimmt das Ergebnis mit einem lachenden und einem weinenden Auge zur Kenntnis. Enttäuscht ist er über das eigene Abschneiden. „Ein bisschen mehr hätte ich schon erwartet.“ Aber er ist auch froh, vor dem CDU-Kandidaten gelandet zu sein. Dass der Abstand so groß ist, ist aber auch für Anders unerwartet. Da spielte wohl der der Bürgermeister-Bonus eine Rolle, sucht er nach einer Erklärung. Anders respektiert das Ergebnis, gratuliert Elsner und hofft auf eine gute Zusammenarbeit zum Wohle Neustadts.

M atthias Mews war gestern Abend trotz vorheriger Absprache telefonisch nicht erreichbar. Auch die auf seinen Handy-Anrufbeantworter gesprochene Bitte um Rückruf blieb unbeantwortet.

Kreuzahler kommentiert sein Ergebnis mit den Worten: „Nicht gerade viel.“ Die „Zehn Prozent-Hürde“ hatte sich der Einzelkandidat schon zum Ziel gestellt. Sie nicht genommen zu haben, erschüttert ihn aber auch nicht so, dass er sich nun verkrieche. Im Gegenteil. Er will künftig gern etwas für die Stadt tun und sich einbringen.

Im Rathaus können die für den zweiten Wahlgang am 26. November bestellten Unterlagen nun vernichtet werden. Oder die Stadt hilft damit Hohwald aus …