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Mann stirbt bei Unfall

Ungebremst fährt ein 72-Jähriger in ein Grundstück an der B 175. Bauarbeiter versuchen vergeblich, ihn wiederzubeleben.

Von Cathrin Reichelt

Zurück in die Heimat!

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Knapp eineinhalb Stunden wird der Verkehr gestern Morgen wechselseitig an einem Haus an der B 175 in Hartha vorbeigeleitet. Die meisten Kraftfahrer gehen schon eher vom Gas, denn bereits von Weitem sind die Rundumleuchten von mehreren Polizei- und Rettungsfahrzeugen zu sehen. Gegen 9 Uhr waren sie zu dem Einsatz am Ortseingang gerufen worden. Allerdings kam jede Hilfe zu spät.

Ein 72 Jahre alter Mann war mit seinem Renault in das Grundstück gefahren und an der Hauswand unter einem Gerüst zum Stehen gekommen. Zuvor sei das Auto stadtauswärts auf der Döbelner Straße unterwegs gewesen und dort Schlängellinie gefahren. An der Kreuzung zur Töpelstraße hätte der Fahrer dem dortigen Verkehr eigentlich die Vorfahrt gewähren müssen. Er habe aber nicht angehalten, sondern habe die B 175 ungebremst überquert und den Zaun des Grundstücks durchbrochen.

All das habe eine Frau beobachtet, die hinter dem Mann gefahren war. Sie habe auch angehalten, den Rettungsdienst informiert und Bauleute, die in dem Haus gearbeitet haben, auf den Unfall aufmerksam gemacht. „Wir haben von dem Aufprall gar nichts mitbekommen, weil wir gerade den Fußboden herausgestemmt haben“, erzählt einer der Arbeiter.

Zaun und Stromkasten beschädigt

Dann hätten sie versucht, dem Mann zu helfen. Sie holten ihn aus dem Auto und begannen mit der Wiederbelebung bis etwa 20 Minuten später der Notarzt eintraf. Doch auch er konnte nicht mehr helfen.

Der Senior sei alleine im Fahrzeug gewesen, erklärt Hauptkommissar Uwe Schröder vom Verkehrsunfalldienst. Ob der Mann gesundheitliche Probleme hatte oder durch den Unfall verstorben ist, müsse durch eine Sektion geklärt werden. Ein Bestattungsunternehmen hat ihn rund zwei Stunden nach dem Unfall abgeholt.

Andere Personen oder Fahrzeuge wurden bei dem Unfall nicht in Mitleidenschaft gezogen. Das Grundstück ist inzwischen durch einen Bauzaun gesichert. Denn von dem ursprünglichen Holzzaun fehlen etwa sechs Meter. Auch ein Stromverteilerkasten wurde beschädigt. Der Strom musste aber nicht abgeschaltet werden. Vom Gerüst wurden einige Laufbretter heruntergerissen. Trotzdem bleibt es vorerst stehen, damit sich die Versicherung vor Ort ein Bild machen kann. Ob das Haus beschädigt wurde, muss noch geprüft werden. Nach ersten Schätzungen entstand ein Schaden von rund 2 000 Euro.

„Wir wollen eigentlich im Sommer hier einziehen“, sagt Sven Oppermann. Er wartet mit seiner Frau etwas abseits, bis Polizei und Rettungskräfte ihre Arbeit beendet haben. Seit einiger Zeit hat die Familie die Scheune gemietet und das Grundstück gepachtet, auf dem ihre Pferde stehen. Nach der Sanierung wollten sie nun auch von der Harthaer Innenstadt in das Haus umziehen. Das hatte schon länger leer gestanden.

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