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Mannesmann will Energie sparen

Gerade erst ist der Ofen wieder warm gelaufen, da plant das Rohrwerk schon die nächste große Investition.

Von Antje Steglich

Gute Nachrichten aus der Salzgitter Mannesmann Rohr Sachsen GmbH in Zeithain. Seit Montag läuft die Produktion wieder, die erste Stufe der Investitionen wurde erfolgreich realisiert, sagte Geschäftsführer Frank Lippert auf Nachfrage der Sächsischen Zeitung. In den beiden noch verbleibenden Januarwochen will das Unternehmen nun noch etwa 8 400 Tonnen Stahl zu nahtlosen Rohren walzen.

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Mehr als vier Wochen hatte das Rohrwerk zuvor still gestanden, um die Antriebstechnik der Trennanlage zu modernisieren, die Elektrik und die Windwerkskatze eines Hallenkranes zu erneuern sowie mit der Modernisierung der Antriebstechnik für das Streck-Reduzier-Walzwerk zu beginnen. Zudem wurde die Sicherheitstechnik im Werk erneuert. Die zweite Stufe des Projektes soll mit dem nächsten planmäßigen Stillstand des Werkes im September – etwa alle neun Monate ruhen die Anlagen für eine groß angelegte Kontroll- und Reparaturaktion – umgesetzt werden. Die Investition für beide Stufen beläuft sich auf insgesamt knapp 3,7 Millionen Euro, hieß es aus dem Unternehmen. Und schon jetzt arbeite man am nächsten Großprojekt.

Dabei steht der Drehherdofen im Fokus, dessen energetische Technik einem kompletten Wandel unterzogen werden soll. In dem Ofen werden zugelieferte Stahlblöcke auf 1 300 Grad Celsius erhitzt, um sie umformbar zu machen. Und bei dem Prozess wird eine Menge Energie freigesetzt, die künftig durch eine moderne regenerative Brennertechnik in größerem Maße rückgewonnen und wieder eingesetzt werden soll. Zusammen mit dem Brennstoffinstitut Freiberg hat die Salzgitter Mannesmann Rohr Sachsen GmbH bereits erste Vorstudien durchgeführt, zudem gab es auch schon Gespräche mit dem Ofenhersteller, sagte Frank Lippert. Nun müsse im Unternehmen eine Projektgruppe gegründet werden, die die Investition genau plant. In diesem Jahr hofft Geschäftsführer Frank Lippert zwar noch mit einer Genehmigung der Investition durch die Salzgitter AG, „die Realisierung schaffen wir aber definitiv nicht mehr 2015.“ Ziel des Projektes ist es, den Erdgasverbrauch des Drehherdofens zu reduzieren, konkret rechnet man mit Einsparungen von mindestens zehn Prozent.

„Energieeinsparungen sind für uns immer ein wichtiges Thema“, erklärte Frank Lippert das neuerliche Vorhaben. Denn zwar seien die Gaspreise momentan sehr niedrig, „aber der Ölpreis wird garantiert wieder anziehen“, ist sich der Geschäftsführer sicher. Deshalb müsse man die eigenen Anlagen nicht nur ständig in Schuss halten, sondern auch weiterentwickeln. Bis jetzt habe der Salzgitter-Konzern alle Vorhaben mitgetragen, „wir hoffen das bleibt so“, sagte Frank Lippert.

Aber auch insgesamt sei er optimistisch für das Jahr 2015, denn der Automarkt boome nach wie vor. Nur für den Energiemarkt habe man bereits seit dem vierten Quartal 2014 relativ wenig Aufträge, trotzdem schreibe man schwarze Zahlen. Im Zeithainer Rohrwerk stellten die insgesamt etwa 450 Mitarbeiter im vergangenen Jahr etwa 180 000 Tonnen nahtlose Rohre her.

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