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Manufaktur darf nicht nächste Pleite werden

Zum geheim gehaltenen Bericht des Rechnungshofes über die Manufaktur schreibt Günter W. Berger: Man muss sich die Frage stellen: Ist diese Geheimniskrämerei Ausdruck der Arroganz der Macht? Meines Erachtens leistet sich die Landesregierung mit dieser Entscheidung einen Bärendienst.

Zum geheim gehaltenen Bericht des Rechnungshofes über die Manufaktur schreibt Günter W. Berger:

Man muss sich die Frage stellen: Ist diese Geheimniskrämerei Ausdruck der Arroganz der Macht? Meines Erachtens leistet sich die Landesregierung mit dieser Entscheidung einen Bärendienst.

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Über Jahre hinweg ignorierten die Landesregierung und die CDU das Anliegen der Bürgerinitiative „Manu in Gefahr?“. Erst durch die engagierte Einflussnahme der Linkspartei zur Wahrung eines sächsischen Kulturgutes mit 300-jähriger Tradition wurde dieses Problem auf die politische Ebene gehoben. Wenn nun eine erste Bewertung des Landesrechnungshofes zur Sache, basierend auf Materialien der Bürgerinitiative, zur Geheimsache wird, lässt dies erahnen, welche politische und wirtschaftliche Brisanz gegeben ist. Es liegt nunmehr die Vermutung nahe, dass man innerhalb der Landesregierung etwas zu verbergen hat. Es sei aber angeraten, das Kind beim Namen zu nennen und nicht weiter in den Brunnen fallen zu lassen. Es ist wohl besser, die entstandenen Probleme offen darzulegen als sie den Bevölkerungskreisen, denen das Wohl der Manufaktur Meissen nahe liegt, zu verheimlichen. Sollte sich die Landesregierung weiter so destruktiv zur Sache verhalten, könnte dies nachhaltig das Wählervotum im September beeinflussen. Das Wahlvolk lässt sich ungern verarschen und einlullen. Die Problematik innerhalb Sachsens zu Pleiten, Pech und Pannen ist schon arg genug strapaziert.