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Manufaktur hat Laden umgebaut

Auch die Kombinierbarkeit der neuen Geschirre soll demonstriert werden.

HInter der Fassade der Porzellanmanufaktur Meissen hat sich einiges getan.
HInter der Fassade der Porzellanmanufaktur Meissen hat sich einiges getan. © Claudia Hübschmann

Meißen. Erweitert und in einem neuen Design präsentiert sich ab Dienstag der Verkaufsbereich im Stammhaus der Porzellanmanufaktur. Das teilte jetzt der Geschäftsführer des Unternehmens Tillmann Blaschke mit. Es gebe keinen offiziellen Termin, um angesichts der steigenden Infektionszahlen angemessen und verantwortungsbewusst zu handeln.

Hinzu kommen nach Angaben des Meissen-Chefs Lieferschwierigkeiten im Inneneinrichtungsbereich aufgrund der Pandemie. Schrittweise werde die Ladenfläche komplettiert. In einer zweiten Stufe, soll auch das Areal von der Saxonia in Richtung Eingang neu gestaltet werden.

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Als Vorbild und Muster für die Arbeiten dient Blaschke zufolge der sogenannte Signature-Store der Manufaktur neben der Dresdner Frauenkirche. Das Geschäft wurde im November 2018 eröffnet. Der Sohn von Tennislegende Boris Becker legte zu dem besonderen Anlass als DJ auf.

 "Wir wollen das Meissener hier so präsentieren, dass es die Leute auch anfassen können und die Hemmschwelle möglichst niedrig halten", sagte zur Eröffnung der damalige Retail Director der Manufaktur Torben Rohr. Statt immer nur auf ein Dekor zu orientieren, sollen die Stücke als miteinander kombinierbar gezeigt werden.

Gute Rückkopplung von den Händlern

Die Meissen-Geschäfte in Dresden und im Triebischtal spielen eine wichtige Rolle für den Umsatz des Traditionshauses. Im Zuge des Sparprozesses mussten noch unter Blaschke-Vorgänger Christian Kurtzke auf den Weg gebrachte Boutiquen wieder geschlossen werden. Hinzu kommt das Sterben des oft eigentümergeführten Fachhandels in den deutschen Innenstädten. Um gegenzusteuern setzt das Unternehmen auf eine überarbeitete Online-Präsenz.

Gleichzeitig läuft eine Produktoffensive im Geschirrbereich. Im Juli präsentierte Tillmann Blaschke im Fisch-Restaurant Kastenmeiers in Dresden das neue Service Blue Treasures. Nach Angaben von Vertriebsleiter Tassilo Speler handelt es sich bei der Malerei auf dem neuen Service um reine Handarbeit und nicht das sogenannte Handdruckverfahren. Bis zu 90 Minuten braucht es, bis ein Unterglasurmaler ein solches Unikat hergestellt hat. 

Dass der Einstiegspreis für den Teller Blue Treasures trotzdem bei nur 129 Euro liegt, nennt Speler einen deutlichen Vorteil gegenüber Mitbewerbern wie dem französischen Luxus-Giganten Hermès. 

Ein Hintergedanke bei der Preisgestaltung dürfte sein, mit solchen Angeboten eine jüngere Kundschaft an das Weiße Gold aus Sachsen heranzuführen und das Service auch für den Online-Handel über die hauseigene Plattform attraktiv zu machen. 

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