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Manufaktur muss sich Fragen gefallen lassen

Zum Beitrag „Linke spricht von illegalem Kredit für die Manufaktur (SZ vom 30. Januar, Seite 7) schreibt der Sprecher der Bürgerinitiative Manu in Gefahr! Dr.Reinhard Fichte: Offenheit kontra Geheimhaltung...

Zum Beitrag „Linke spricht von illegalem Kredit für die Manufaktur (SZ vom 30. Januar, Seite 7) schreibt der Sprecher der Bürgerinitiative Manu in Gefahr! Dr. Reinhard Fichte:

Offenheit kontra Geheimhaltung befördert Innovation nach innen und anerkennenden Absatz des Weißen Goldes nach außen: Zu Recht wurde im Sächsischen Landtag die fragwürdige Entwicklung der Staatlichen Porzellan-Manufaktur hinterfragt. Wer Luxuskleider, Luxustextilien, Luxusmöbel auch im Ausland usw. produziert, muss sich schon Fragen nach dem verfassungsrechtlich geschützten kulturellen Erbe des Freistaates, zu dem das Meissener Porzellan in 300-jähriger Tradition steht, gefallen lassen.

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Dazu gehören zum Nachteil der Entwicklung des Kerngeschäftes des Weißen Goldes Meissener Porzellan mit dem weltbekannten Markenzeichen der Blauen Schwerter, man staune 1 200 patentrechtlich geschützte Allerweltsprodukte, wie z.B. Schneiderbürsten, Spielzeugkisten, Spülsteinmatten usw. und ein „IKEA Sortiment“ für Reiche.

Es ist kaum fassbar, denn dafür wurden zu Lasten des Steuerzahlers bisher etwa 100 Millionen Euro kumulative Gewinn-Rücklagen sowie finanzieller Stützungen verbraucht (30 + 70 Millionen Euro).

Gut und richtig ist, Herr Sodann nennt als Abgeordneter des Landtages diese Fragwürdigkeiten ungeschminkt beim Namen. Damit beleidigt er nicht die Manufakturisten, wie es der christliche Demokrat Herr Michel benennt. Nein, er hält mit seinen Worten die schützende Hand über die Künstler und Mitarbeiter. Das künstlerische Humankapital der Belegschaft ist ein hohes Gut, welches in ihrem Bestand gepflegt, erhalten und weiterentwickelt werden muss.

Leider gibt es hier ernsthafte Rückstände. Denn hier ist das dafür notwendige Geld im neuentwickelten Lifestyle-Luxuskonzern zweckentfremdet und wettbewerbsverzerrend verbrannt worden. Wären auch diese Beträge in die Neuentwicklung von zeitgemäßer Porzellan-Manufakturproduktion geflossen, dann stände unsere Porzellan-Manufaktur heute nicht nur betriebswirtschaftlich, sondern im traditionellen neuen Glanz von Weltausstrahlung.