merken
PLUS Zittau

Ein Abendmarkt mit Online-Bestellung

Anja Nixdorf-Munkwitz will im Zittauer Salzhaus ein neues Angebot etablieren. Für die Marktschwärmerei sucht sie noch nach Händlern.

Anja Nixdorf-Munkwitz will Online-Handel und Wochenmarkt miteinander verbinden.
Anja Nixdorf-Munkwitz will Online-Handel und Wochenmarkt miteinander verbinden. ©  privat

Regionale und frische Produkte auf dem Wochenmarkt oder in einem Hofladen in der Umgebung einzukaufen, gehört für Anja Nixdorf-Munkwitz zum festen Wochenprogramm. So wie für sie ein solcher Einkauf selbstverständlich ist, so ist ihr auch bewusst, dass vielen Menschen dafür die Zeit fehlt. "So schön der Wochenmarkt in Zittau ist und so sehr ich die Hofläden schätze, die wir in großer Zahl in der Umgebung haben, für viele Berufstätige ist es zeitlich nicht zu stemmen, vormittags über den Wochenmarkt zu schlendern oder zu den verschiedenen Hofläden zu fahren", weiß die Hirschfelderin. Auf regionale und frische Produkte müssen diese Verbraucher dennoch nicht verzichten. Denn es gibt die Abendmärkte der Marktschwärmereien. Bald auch in Zittau. Dafür sorgt Anja Nixdorf-Munkwitz.

Im Moment bereitet sie die Eröffnung einer Marktschwärmerei in Zittau vor. Bei der Marktschwärmerei verbinden sich Online-Handel und Wochenmarkt. Die beteiligten Direktvermarkter präsentieren ihre Produkte auf der Marktschwärmer-Plattform. Aus diesem Sortiment können die Konsumenten online vorbestellen und zu einem bestimmten Zeitpunkt ihren Warenkorb abholen. Die Abrechnung erfolgt über die Marktschwärmerei. Bargeldlos, schnell und unkompliziert werde so der Einkauf von regionalen und frischen Produkten. 

Anzeige
Gold für alle
Gold für alle

Edelmetalle sind nicht nur als Krisenwährung begehrt. Die Golden Gates Edelmetalle GmbH in Görlitz betreut Anleger in ganz Europa

Ergänzung zum Wochenmarkt

Vor allem aber findet die Marktschwärmerei zu einer Zeit statt, die es auch Kunden ermöglicht, bei Direktvermarktern einzukaufen, die es sonst nicht schaffen, erklärt Anja Nixdorf-Munkwitz. In Zittau soll die Marktschwärmerei donnerstags von 17 bis 19 Uhr im Salzhaus stattfinden. Die Zittauer "Gastgeberin" sieht in der Mandaustadt durchaus Potenzial für einen Abendmarkt. Es sei keine Konkurrenz zum Wochenmarkt, sondern eine Ergänzung. In Görlitz, wo es schon einige Zeit eine Marktschwärmerei gebe, werde der Abendmarkt sehr gut angenommen, sagt Anja Nixdorf-Munkwitz.

Das Salzhaus sei für sie der beste Ort. Zum einen, weil sie hier ihr Büro hat - Anja Nixdorf-Munkwitz ist im Hauptberuf Managerin der Kraftwerksstiftung. Zum anderen, weil das Salzhaus im Zittauer Stadtzentrum liegt. Damit unterscheidet sich die Zittauer Marktschwärmerei von anderen Schwärmereien. Viele der über 100 Marktschwärmereien in Deutschland finden auf der grünen Wiese statt.

Derzeit wirbt sie bei den Direktvermarktern der Region für ihre Idee. Zehn haben bereits ihre Teilnahme zugesichert. Bis zum Start sollen es 12 bis 15 Erzeuger werden. Und die werden Lebensmittel aus der Region anbieten - von Gemüse, Obst, Fleisch und Eier bis zu Käse, Milchprodukte, Brot, Honig und Feinkost - die die Konsumenten nicht im Supermarkt finden. "Es werden neue Händler dazu kommen, die bisher nicht in Zittau verkaufen", verspricht Anja Nixdorf-Munkwitz.

Nur Waren mitbringen, die vorher bestellt wurden

Für die Direktvermarkter hat die Marktschwärmerei auch Vorteile: Sie bringen nur die Waren mit, die vorher bestellt wurden. Und sie müssen keine Kasse mit sich herumschleppen. Die Erzeuger sollen ihre Produkte aber nicht nur zum Salzhaus bringen, sondern auch mit den Kunden ins Gespräch kommen, findet Anja Nixdorf-Munkwitz. Dafür braucht es natürlich genügend Kunden. Die Konsumenten können sich auf der Marktschwärmerei-Seite registrieren. Um starten zu können, sind 150 Anmeldungen notwendig, erklärt die Zittauer "Gastgeberin". Gut 100 Verbraucher haben sich bisher angemeldet. Anja Nixdorf-Munkwitz ist optimistisch, dass bis Ende Juli die Zahl von 150 erreicht und auch überschritten wird. Denn dann soll die Marktschwärmerei starten. 

Weiterführende Artikel

Klickstark: Mehr Kameras an der Grenze

Klickstark: Mehr Kameras an der Grenze

Nach Görlitz sollen weitere stationäre Standorte hinzukommen. Einer der Beiträge aus Löbau-Zittau, über den wir am Mittwoch berichteten.

Wer sich anmeldet, kann selbst entscheiden, wann und wie viele Produkte er bestellt. Gleichzeitig können auch die Direktvermarkter eine Umsatzgrenze festlegen, ab der sich für sie ein Kommen lohnt.

Mehr Nachrichten aus Zittau und Umgebung lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Löbau und Umgebung lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Zittau