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Markuspassion in der Johanneskirche

Das Werk des Kreuzkantors wird am Karfreitag in Meißen aufgeführt. Vorträge umrahmen das musikalische Ereignis.

Aus Anlass des 300. Geburtstags des ehemaligen Dresdner Kreuzkantors Gottfried August Homilius erklingt am Karfreitag, dem 18. April, um 19 Uhr in der Johanneskirche Meißen dessen Markuspassion HoWV I. 10 für Soli, Chor und Orchester. Die Verbindung von traditioneller Form und empfindsamer bis frühklassischer Musik verleiht der Markuspassion einen besonderen Wert – hier erfährt das Passionsgeschehen musikalisch wie textlich ein neues und zuweilen ungewöhnliches Gepräge. Die Werke von Gottfried August Homilius waren zu dessen Lebzeiten überaus beliebt und erfreuten sich einer großen Verbreitung. So ist für die Prinzessin Anna Amalia von Preußen eine Schmuckhandschrift der Markuspassion nachweisbar und dient heute als eine wichtige Quelle des Werkes. Auch Johann Sebastian Bachs Sohn Carl Philipp Emanuel bediente sich für seine Hamburger Passionspasticci der Passionsvertonung des Dresdner Kreuzkantors. Das Werk von Gottfried August Homilius spiegelt die kirchenmusikalische Tradition in Dresden in der Mitte des 18. Jahrhunderts wider und gehört somit zum musikalischen Erbe sächsischer Musik.

Nach der Aufführung der Johannespassion von Homilius am Karfreitag 2012, widmet sich nun der Domchor Meißen einer weiteren Passionsvertonung des Dresdner Komponisten. Im Sinne der historischen Aufführungspraxis wird es in diesem Jahr zum ersten Mal eine Zusammenarbeit mit dem Dresdner Barockorchester geben. Der renommierte Klangkörper auf dem Gebiet der Alten Musik hat in den letzten Jahren Kantaten und die Johannespassion von Homilius gemeinsam mit dem Dresdner Kreuzchor auf CD eingespielt. Weiterhin wirken die Sopranistin Anna Gann, die Altistin Marlen Herzog, der Tenor Matthias Schubotz und der Bassist Daniel Blumenschein mit. Die Leitung des Konzerts liegt in den Händen von Domkantor Jörg Bräunig. Zur Vorbereitung auf das Konzert lädt die Evangelische Akademie Meißen am Freitag, dem 18. April, zu zwei öffentlichen Vorträgen im Rahmen der diesjährigen Ostertagung mit dem Musikwissenschaftler und Homilius-Experten Prof. Dr. Gerhard Poppe ein. Um 9 Uhr wird das Leben von Homilius und dessen Umfeld vorgestellt, um 10.30 Uhr gibt es dann eine Einführung in die Markuspassion. Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei!

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Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit, den Karfreitagsgottesdienst um 12 Uhr im Meißner Dom zu besuchen. (SZ)

Kartenvorverkauf im Hochstift Meißen, in der Tourist-Information Meißen sowie im Pfarramt der Johanneskirche.

www.dom-zu-meissen.de